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03.10.1986 - 

Systembaustein wird in neue Workstations integriert:

Corvus mit eigenem BIOS für 386-Serie

SAN JOSE/GENF (pi) - Die Entwicklung eines erweiterten IBM-PC/AT-kompatiblen ROM-BIOS (Basic Input Output System) hat jetzt die kalifornische Corvus Systems in Zusammenarbeit mit der Award Software Inc. bekanntgegeben. Es soll innerhalb der neuen Corvus-Produktlinie von Workstations und Fileservern der Serie 386 eingesetzt werden.

Diese Systeme, basierend auf dem Intel 80386-Prozessor, wurden bereits angekündigt, bevor Compaq mit seinem neuen Flaggschiff auf 386-Basis nachzog. Nach Worten des Corvus-Präsidenten James L. Siehl soll das erweiterte BIOS insbesondere von den neuen Errungenschaften des Prozessors Gebrauch machen "und die Kompatibilität mit dem AT-BIOS des Intel 80286 aufrechterhalten, dessen Funktionalität jedoch erweitern". Man werde, so Siehl, in Zukunft dieses BIOS generell in die neue Produktlinie integrieren, um AT-Kompatibilität zu bieten und dem Anwender die Merkmale des neuen Prozessors zugänglich zu machen, die unter dem Standard-BIOS für den 386 gegenwärtig noch nicht verfügbar sind.

Zu den besonderen Merkmalen des neuen Bausteins zählen unter anderem ein speicherresidentes Debug-Dienstprogramm, das ohne Zuhilfenahme kostspieliger Hardware-Debugsysteme die Softwareentwicklung erleichtern soll, sowie die Möglichkeit des Einsatzes von Laufwerken mit wesentlich größerer Kapazität. Des weiteren könne der Anwender bei diesem BIOS von einem erweiterten Video-Service zur Unterstützung zusätzlicher Grafikfunktionen profitieren, hieß es aus San Jose. Außerdem bietet die Neuentwicklung einen I/O-Service in geschützten und virtuellen 8086-Modi sowie die Durchführung von zwar definierten, jedoch nicht ausgeführten Multi-Tasking- und Ressourcen-Managementfunktionen des 80286-BIOS.

Diese Funktion macht laut Corvus von den virtuellen Modus-Merkmalen des neuen Prozessors Gebrauch, um ein Multitasking von Betriebssystemen wie DOS, Unix, CP/M etc. zu unterstützen, die auf dem Intel 8086 basieren. Mit dem Versand der Arbeitsstationen der Serie 386 sowie der Fileserver mit Kapazitäten von 70 und 136 MB wurde bereits begonnen; allerdings erstreckte sich das Liefervolumen zunächst auf Software-Entwicklungsunternehmen und selektierte Corvus-Kunden.