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21.08.2006

COS: eine Sorge weniger

Die COS Computer Systems AG bereinigt weiter ihr Portfolio. Nachdem bereits im Juni die Systemhaustochter COS Concat AG an das Management verkauft worden war, stößt COS jetzt auch das Distributionsgeschäft in der Schweiz ab.

Von Damian Sicking

Die COS Computer Systems AG macht Ernst mit der angekündigten Bereinigung des Portfolios. Vor wenigen Wochen erst verkaufte man die Systemhaustochter Concat an das Management. Jetzt stößt das Unternehmen auch das Distributionsgeschäft in der Schweiz ab. COS verkauft das defizitäre Unternehmen an die Brack Electronics AG (www.brack.ch).

Die COS Distribution AG erarbeitete 2005 einen Umsatz von 125,4 Millionen Schweizer Franken und wird bis Ende Juli 2006 im Konzernabschluss der COS Gruppe geführt. Die Brack Electronics AG ist ein IT-Distributions- und Online-Handelshaus in der Schweiz. Das Unternehmen beschäftigt rund 65 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 61,5 Millionen Schweizer Franken.

Kaufpreis bleibt unbekannt

Über Transaktionseinzelheiten wie den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. "Die Transaktion steht im Einklang mit der Beteiligungsstrategie der COS Computer Systems AG und entspricht der seit längerem bekannt gegebenen Absicht, das COS-Beteiligungsportfolio zu bereinigen", äußerte sich Kurt Früh, Verwaltungsratspräsident der COS-Gruppe.

Weiter heißt es in einer COS-Bekanntmachung: "Der Verkauf wird einen signifikanten Zufluss an liquiden Mitteln bei der COS Computer Systems AG zur Folge haben, die Konzernrechnung 2006 der COS Gruppe jedoch negativ beeinflussen. Das Erreichen eines ausgeglichenen Gruppenresultats im Jahr 2006 erscheint daher aus heutiger Sicht unwahrscheinlich."

Was die deutsche Distributionstochter COS Distribution AG betrifft, so verweist CFO Markus Zurkirchen gegenüber ComputerParter im Wesentlichen auf die bereits veröffentlichten Presseinformationen des Hauses. Danach soll die deutsche Distributionstochter zunächst saniert werden, anschließend ist ein Verkauf nicht ausgeschlossen.

Auch was den Geschäftsverlauf in Deutschland unter dem neuen COO Michael Krings betrifft, lässt sich Zurkirchen nicht mehr als der Verweis auf frühere Bekanntmachungen des Unternehmens entlocken, sonst nichts.

Die letzte Meldung von COS zu diesem Thema stammt vom 7. Juni 2006. Dort heißt es: "Mit dem laufenden Restrukturierungsprogramm erwartet das Unternehmen im zweiten Halbjahr eine weitere Verbesserung der Umsatzentwicklung. Die prognostizierte Rückführung des Unternehmens in die Gewinnsituation soll im vierten Quartal 2006 erreicht werden."