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01.06.2001 - 

IT-Infrastruktur komplett ausgelagert

Covisint holt Peugeot ins Boot

MÜNCHEN (CW) - Der weltweit sechstgrößte Automobilhersteller, PSA Peugeot Citroen, schließt sich dem internationalen Online-Marktplatz für die Automobilbranche Covisint an. Das Konsortium hatte erst kürzlich die Öffentlichkeit mit der Ankündigung überrascht, seine gesamte IT-Infrastruktur einschließlich der geschäftskritischen Bereiche an den US-Dienstleister Exodus auszulagern.

Der seit einem Monat amtierende CEO von Covisint, Kevin English, kann einen ersten Erfolg vorweisen: Mit PSA Peugeot Citroen steigt die Nummer sechs der Fahrzeughersteller in die B-to-B-Plattform für die Automobilindustrie ein. Peugeot hat im vergangenen Jahr 2,8 Millionen Fahrzeuge verkauft und damit einen Umsatz von 41,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Dies entspricht einem Weltmarktanteil von rund fünf Prozent. Im Rahmen der künftigen Zusammenarbeit wird Peugeot auch Anteilseigner an dem Marktplatz. Zum finanziellen Umfang des Deals liegen jedoch keine Angaben vor. Ein Covisint-Sprecher betonte, dass weder die drei Gründungsmitglieder General Motors, Ford und Daimler-Chrysler noch die später dazugekommenen Autobauer Renault und Nissan Anteile abgeben würden.

Willkommene GeldspritzeAnalysten begrüßten den Einstieg von Peugeot. Laut Kevin Prouty, Marktforscher bei AMR Research, Boston, sei das zusätzliche Investment der Franzosen vor allem hilfreich, weil rund 170 Millionen Dollar des ursprünglichen Startkapitals bereits verbraucht sind. Wesentlich wichtiger sei es jedoch, die Zulieferer zur Nutzung der Plattform zu bewegen.

Hier setzt Peugeot auf die Strategie, zusätzlich ein Unternehmensportal einzurichten. Darüber will der Hersteller bis 2002 zirka 150 Zulieferer anbinden. Diese sollen so via Internet auf die neuesten Pläne des Unternehmens zugreifen können, um damit auch bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge und Baugruppen mitwirken zu können.

Währenddessen hat sich Covisint dazu entschlossen, seine gesamte IT-Infrastruktur im Outsourcing-Modell von der im kalifornischen Santa Clara beheimateten Exodus Communications Inc. zu beziehen. Der Dienstleister übernimmt dabei auch so sensible Bereiche wie Sicherheit, Speicherung, Netz-Management und Desaster Recovery. Covisint begründete den Schritt mit dem guten Service, den es bislang von Exodus erhalten habe. Dana Tardelli, Analystin bei der Aberdeen Group, Boston, zeigte sich vom Ausmaß der Zusammenarbeit mit dem Dienstleister überrascht: Die meisten Unternehmen würden in diesem für sie so wichtigen Bereich die Kontrolle nicht aus der Hand geben. Große Marktplätze beziehen in der Regel lediglich Services in Bereichen, die sie nicht als geschäftskritisch einstufen.