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11.01.1991 - 

Kaufpreis der XMS wird auf Nachfolgesystem angerechnet

Cray bietet neue Platten und lockt mit Upgrade-Angeboten

MÜNCHEN (CW) - Neue Plattenspeicher für ihre Supercomputer und spezielle Upgrade-Bedingungen im Minisuper-Sektor hat die Cray Research Inc., Minneapolis, angekündigt. Die Platten sollen das System Y-MP2E vervollständigen. Das Upgrade-Angebot gilt für alle Anwender, die jetzt einen XMS-Minisuper erwerben und später auf das XMS-Nachfolgesystem, das in der zweiten Jahreshälfte ausgeliefert werden soll, umsteigen wollen.

Bei den Laufwerken mit der Bezeichnung "DD-60" und "DD-61" griffen die Cray-Ingenieure auf die 8-Zoll-Technik zurück. Nur Platten dieses Formats erlauben nach Herstellerangaben schnellstmöglichen Zugriff auf größte Datenmengen, wie sie bei Supercomputer-Anwendungen nötig sind. Beide Systeme laufen unter Version 6.1 des Cray-Betriebssystems Unicos. Modell DD-60 arbeitet mit einer Übertragungsrate von 16 bis 20 MB/s, das ist rund doppelt so schnell wie bei den bisherigen Cray-Platten.

Die Speicherkapazität beträgt 1,96 GB. Das Laufwerk DD-61 bietet zwar die höhere Speicherkapazität von 2,23 GB, arbeitet dafür aber nur mit einer Übertragungsrate von 2,3 bis 2,6 MB/s. Beide Modelle können in Konfigurationen von bis zu acht Laufwerken in einem einzigen Disk-Channel arbeiten. In der Top-end-Ausstattung unterstützt eine Cray Y-MP2E mehr als 400 GB Speicherplatz auf DD-60- oder DD-61-Platten.

Darüber hinaus unterstützen die neuen Laufwerke die Fileserver-Features, die erst vor kurzem von Cray vorgestellt worden sind. Dieses "Unicos-Storage-System" ermöglicht Hochgeschwindigkeits-Zugriffe auf viele Dateien, die auf verschiedenen Speichermedien liegen. Mit den DD-60- und DD-61-Platten steht dem Cray-Anwender dann bei Kombination aller Online- und Offline-Speichermedien eine Speicherkapazität von mehr als 19 Terabyte (TB) zur Verfügung. Die Auslieferung der Platten soll im zweiten Quartal 1991 beginnen.

Bei der Software bleibt alles beim alten

Auch im gebeutelten Markt für Minisuper-Computersysteme will Cray in Zukunft Flagge zeigen. Aus diesem Grund sollen Cray-Kunden, die sich jetzt einen Rechner der auslaufenden Serie XMS kaufen, besondere Bedingungen beim Umstieg auf das Nachfolgesystem eingeräumt werden.

Dieses Nachfolgesystem, das in der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein soll, wird nach Angaben von Cray-Chef John A. Rollwagen kompatibel zur Supercomputerserie Y-MP sein.

Anwender, die bis Ende April einen XMS-Rechner bestellen und bis Ende Dezember 1992 ein System der Nachfolgegeneration erwerben, bekommen, so Cray-Vice-President Mike Lindseth, den XMS-Kaufpreis auf den neuen Rechner angerechnet.

Zur Zeit kostet ein typisches XMS-System mit 128 MB rund 300 000 Dollar, beim Nachfolgesystem - einem Multiprozessor-Rechner - soll der Preis für Einstiegskonfigurationen bei rund 300 000 Dollar beginnen.

Die Technik der XMS-Modelle basiert in weiten Teilen auf Rechnern des von Cray im vergangenen Jahr übernommenen Herstellers Supertek. Sie laufen unter Unicos und sind kompatibel zur Superrechnerserie X-MP. Auf der XMS entwickelte Applikationen laufen ohne Modifikation auf der Cray-2, der X-MP und der Y-MP.

John Rollwagen sieht das Engagement im Minicomputersektor als wichtigen Schritt innerhalb der Network-Supercomputing-Strategie von Cray. Die wesentlich preisgünstigeren Minisuperrechner könnten ohne Probleme in Supercomputer-Netze integriert werden und tragen dazu bei, die Rechnerumgebung in Sachen Rechenzeit und Kosten zu optimieren. Außerdem sollen die Minisuper-Systeme von Cray den Anwendern den Übergang zum echten "Number-Cruncher" erleichtern, da bei der Software alles beim alten bleibe.