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12.12.2003 - 

Die Kosten sprachen für die Mietlösung

CRM von Salesforce.com statt Siebel

MÜNCHEN (CW) - Der französische Anbieter von Connectivity-Lösungen Esker Software hat seine Siebel-Umgebung durch eine gemietete CRM-Lösung von Salesforce.com abgelöst.

Esker Software kehrte der Siebel-Lösung aus mehreren Gründen den Rücken. Seit 1999 war dort eine Umgebung im Einsatz, ganz glücklich waren die Anwender offenbar nicht. "Die Akzeptanz war dürftig, weil die Anpassungen an die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu aufwändig waren. Die Siebel-Nutzung ist kompliziert wie ein wissenschaftliches Projekt", beschrieb Esker-CEO Jean-Michel Bérard die Mängel. Zudem sei das Tool für das Softwarehaus, das mit rund 260 Mitarbeitern weltweit etwa 30 Millionen Euro einnimmt, zu mächtig. Man habe nur von einem Bruchteil der Funktionen Gebrauch gemacht, so der Esker-Chef.

Auslöser dafür, die Siebel-Umgebung abzulösen, war der erforderlich gewordene Umstieg von "Siebel 99" auf "Siebel 7.5", denn der Support für die ältere Version lief aus. Für neue Hardware und Software sowie für Beratung, Einführung und Schulung der Nutzer und IT-Mitarbeiter veranschlagte Esker eine Million Euro Migrationskosten, verteilt auf vier Jahre. Spätestens nach dieser Rechnung schauten sich die Verantwortlichen nach Alternativen um. Davon gab es nicht viele, denn gesucht wurde eine Lösung für kleine Unternehmen. Im Jahr 2002 nahm Esker Microsofts CRM-Angebot, das damals allerdings nur in einer Betaversion zur Verfügung stand, sowie Salesforce.com in Augenschein. Mit der Application-Service-Providing-(ASP-) Lösung von Salesforce.com startete Esker schließlich ein Pilotprojekt und implementierte nachfolgend eine Umgebung für 180 Nutzer in der Verkauf, Support- und Marketing-Abteilung.

Für die Einführung benötigten die Franzosen zwei Monate. Die Mietlösung, bei der auch die Esker-Daten auf den Rechnern des Betreibers gespeichert sind, kam dem Unternehmen entgegen, weil es über Niederlassungen in Europa, den USA und im asiatisch-pazifischen Raum verfügt. Hinsichtlich der Funktionalität habe man zwar Abstriche gemacht, so versicherte CEO Bérard, dafür könnten die Nutzer ihre Fontends leichter den eigenen Bedürfnissen anpassen. (jha)