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15.10.1993

Cross-Platform-Werkzeuge fuer Windows und Unix angekuendigt Unify will im Tool-Markt mit Powersoft und Gupta wetteifern

MUENCHEN (qua) - Eine grafische Werkzeugumgebung fuer die Entwicklung von Cross- Platform-Applikationen hat die Unify Corp., Sacramento, Kalifornien, vorgestellt. Zunaechst wird "Unify Vision" unter Windows und Unix zur Verfuegung stehen, Ausfuehrungen fuer Windows NT und Macintosh sollen im kommenden Jahr folgen.Waehrend die konventionellen CASE-Anbieter derzeit Umsatzeinbrueche verzeichnen, lassen sich grafische Entwicklungsumgebungen fuer kleine Rechnersysteme immer noch relativ gut verkaufen (siehe auch den Schwerpunkt ab Seite 51). Nach Microsoft ("Visual Basic"), Powersoft ("Power Builder") und Gupta ("SQLwindows") hat kuerzlich auch Sybase ("Build Momentum") einen solchen Werkzeugkasten angekuendigt.Jetzt zieht die durch ihr 4GL-Tool "Accell" bekannte Unify Corp. nach: Unter der Bezeichnung "Unify Vision" offeriert die deutsche Unify-Niederlassung in Muenchen voraussichtlich ab November dieses Jahres eine grafische und menuegesteuerte Entwicklungsumgebung, die unterschiedliche Betriebssysteme, Benutzeroberflaechen und Datenbanksysteme unterstuetzt.Vorerst nur unter Windows sowie auf den Unix-Derivaten von Sun, HP und IBM verfuegbar, soll das Toolset Mitte des kommenden Jahres auch fuer Windows NT und das Macintosh-System von Apple vermarktet werden. Die Kompatibilitaet mit "Accell/SQL" ist laut Unify gewaehrleistet.Mit Vision erstellte Anwendungen sind, so der Anbieter, in der Lage, nicht nur auf das eigene Datenbanksystem Unify 2000, sondern auch auf die relationalen DBMS-Produkten von Oracle und Sybase zuzugreifen. Schnittstellen zu Ingres und DB2 befaenden sich ebenfalls in Planung. Wer Daten aus einer PC- Datenbank benoetige, koenne dafuer das Xbase-Format oder ein ODBC- Interface nutzen.Wie das Software-Unternehmen erlaeutert, benoetigt ein mit Vision ausgestatteter Entwickler keine Kenntnisse der jeweiligen Zieldatenbank, um deren spezifische Funktionalitaet ausschoepfen zu koennen. Vielmehr schirme ihn die "Database-Smart"- Architektur, die der Entwicklungsumgebung zugrundeliege, vom eigentlichen DBMS sowie von der Zugriffssprache SQL ab.Auf diese Weise sei ein schnelles Prototyping auch in heterogenen Client- Server-Umgebungen moeglich. Darueber hinaus liessen beispielsweise die Oracle-Versionen 6 und 7 gleichzeitig nutzen.Zwar ist die Entwicklungsumgebung nach Anbieterinformationen dafuer konzipiert, Teamarbeit zu unterstuetzen. Doch wird zumindest die erste Ausfuehrung des Produkts noch kein Entwicklungsdatenbank-System enthalten. Eigenen Aussagen zufolge fuehrt das Unify-Management allerdings Gespraeche mit verschiedenen CASE-Spezialisten - darunter "ein grosses Muenchener Software-Unternehmen" , um die Anbindung des Vison-Toolsets an deren Metadatenbanken zu bewerkstelligen.Die deutschen Anwender werden fuer eine Einzelplatz-Ausfuehrung der Unify-Umgebung etwa 3000 Mark auf den Tisch legen muessen. Eine Gruppenlizenz ist ab 8000 Mark zu haben. Um ablaufen zu koennen, benoetigt das Softwaresystem laut Anbieter mindestens einen 486-Chip mit 8 MB Hauptspeicher sowie 25 MB freien Plattenspeicher.Ganz und gar nicht begeistert ueber die Unify-Ankuendigung ist die Sapiens International Corp. mit Sitz in Cary, North Carolina. Zur Mitgift des kuerzlich von Sa- piens uebernommenen Software-Unternehmen Smartstar gehoert naemlich ein 4GL-Produkt, das ebenfalls unter der Bezeichnung "Vision" vermarktet wird. Wie aus der deutschen Sapiens-Niederlassung in Muenchen verlautet, wird derzeit in Cary diskutiert, ob es sinnvoll sei, gegen Unify Klage zu erheben.