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15.11.2006

Crossfire-Neuauflage

ATI präsentierte im Oktober einen neuen Chip im mittleren High-End-Bereich und vereinfachte mit ihm gleichzeitig seine Crossfire-Technologie. Asus, Gecube, Power Color und Sapphire haben Boards mit dem "X1950 Pro"-Chip parat.

Von Boris Böhles

Diesmal blieb es nicht einem Grafikkarten-Spitzenmodell vorbehalten, eine technologische Neuerung einzuführen. ATI (AMD) erweiterte im Oktober nochmals seine X1900er-Serie um den Mittelklasse-Chip "X1950 Pro", der es erstmals ermöglicht, zwei gleiche ATI-Karten im Doppelverbund miteinander zu betreiben. Bisher brauchten Anwender, die zwei ATI-Karten in ihrem Rechner einsetzen wollten, neben ihrer Master-Karte eine spezielle "Crossfire"-Variante. Damit ist jetzt Schluss. Karten mit X1950-Pro-Chip lassen sich ähnlich wie beim Konkurrenten Nvidia direkt über eine Brückenverbindung an den Platinen miteinander verbinden. Die bisherige Crossfire-Verbindung über ein globiges Kabel außerhalb des PC-Gehäuses entfällt.

ATI taktet den Grafikprozessor X1950 Pro mit 575 Megahertz. Es handelt sich um einen Chip auf Basis des RV570, allerdings wird dieser neue Sprössling erstmals im kleineren 80-nm-Verfahren (bisherige Modelle: 90 nm) hergestellt. Auf der X1950Pro sind 256 Megabyte GDDR3-Speicher verbaut, die mit 690 Megahertz (1.380 DDR) getaktet sind. 36 Pixel-Shader-ALUs sollen in Verbindung mit einer 256-Bit-Speicheranbindung für flüssige Bildraten in aktuellen Spielen sorgen. Dies entspricht den Spezifikationen und somit auch den ungefähren Leistungen des "Radeon X1900 GT", den ATI so mit der X1950 Pro ablöst. Die neuen Karten unterstützen HDCP zur Wiedergabe künftiger HD-Videos. Monitore, Fernseher oder sonstige Präsentationsgeräte können über zwei DVI-Schnittstellen und eine TV-Out-Buchse angeschlossen werden.

Übertaktet und gekühlt

Erste Anbieter des neuen Chips sind unter anderem Asus, Gecube, Powercolor und Sapphire. Während sich Sapphire an die ATI-Referenzwerte hält, bieten Asus und Gecube übertaktete Modelle an. Um dies zu realisieren, haben die beiden Hersteller alternative Kühler mit Heatpipe-Technologie entwickelt. Gecube setzt sogar ein Peltier-Element (thermoelektrische Kühlung) als Kühlkörper ein und will damit selbst bei einer 20-prozentigen Übertaktung optimale Temperaturen realisieren. Asus behauptet, trotz eines geringfügig höheren Takts von GPU und Speicher um bis zu zehn Prozent niedrigere Temperaturen zu erreichen als die Referenzplatine. Dies ermögliche einen besonders stabilen Betrieb der Karte. Auch Powercolor ersetzt den Referenzkühler durch einen leisen "Accelero X2" von Arctic Cooling.

Der von ATI empfohlene Verkaufspreis beträgt 199 Euro.