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03.10.1997 - 

Investoren stellen 12,6 Millionen Dollar zur Verfügung

Crossroads Processware bringt ERP-Tools zusammen

Crossroads wurde vor rund einem Jahr von der ehemaligen Sybase-Managerin Katrina Garnett gegründet. Ziel des Start-up-Unternehmens ist es, Softwarelösungen zu entwickeln, mit denen die Anwender Geschäftsprozesse übergreifend abbilden können. Dabei soll Processware die Integration der Anwendungen ermöglichen, auch wenn diese von unterschiedlichen Anbietern stammen.

"Der Ansatz von Crossroads ist ohne Unterstützung der Software-Anbieter nicht möglich", sagt Katrina Garnett. Hersteller wie Peoplesoft, Baan, SAP, Hewlett-Packard, Clarify, Aurum und Scopus haben sich bereit erklärt, ihre APIs offenzulegen, so daß Crossroads entsprechende Connectoren entwickeln kann. Zudem hat der Newcomer von einer Investorengruppe, bestehend aus SAP, Ernst & Young LLP, Verock Associates sowie Führungskräften wie Michael Dell und Dave Duffiled (Peoplesoft) sowie dem ehemaligen CEO von Bay Networks, Andy Ludwick, eine Finanzspritze in Höhe von 12,6 Millionen Dollar erhalten.

Kunden, die etwa das Personal-Management-System von Peoplesoft, das Finanzwesen von SAP und das Produktionspaket von Baan einsetzen, verwenden heute in der Regel einen Middleware-Ansatz, der die eigentliche Anwendungslogik außer acht läßt und direkt oder über definierte Schnittstellen auf die Daten der jeweiligen Systeme zugreift. Anwender müssen sich in diesem Fall mit den Speichermechanismen der jeweiligen Applikationen auseinandersetzen.

Zudem ist der Wartungs- und Pflegeaufwand sehr hoch. Wird eine der Anwendungen aktualisiert, muß in den meisten Fällen auch die Schnittstelle angepaßt werden.

Um diese Strapazen zu vermeiden, entwickelt Crossroads mit Processware eigene Anwendungsbausteine, die über entsprechende Application Programming Interfaces (API) mit den installierten Systemen kommunizieren. Pro- cessware behandelt dazu die Fremdanwendungen wie Objekte und startet entsprechende Calls. Die Software zieht sich somit Informationen aus den unterschiedlichen Systemen, bindet sie zusammen und stellt sie in einer eigenen, in Java geschriebenen Programmlogik dem User zur Verfügung.

Processware umfaßt einen NT-basierten "Interchange Server" und ein "Connector Module", das die Kommunikation mit den Anwendungs-Schnittstellen übernimmt. Zudem können "Collaboration Applications" eingesetzt werden, die die eigentliche Anwendungslogik enthalten. Zur Zeit sind 14 Pakete unter anderem zur Prüfung des Auftrags- und Kundenstatus sowie zur Synchronisation von Kundeninformationen verfügbar, dazu kommen integrierte Abrechungsläufe. Zum Lieferumfang soll auch eine "Workbench" gehören, die es Kunden erlaubt, eigene Anwendungen zu generieren.