Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

24.05.2002 - 

IT-Dienstleister mit "schwierigem" Geschäftsjahr 2001 zufrieden

CSC Ploenzke AG profitiert vom Outsourcing

FRANKFURT/M. (gh) - Ein summa summarum positives Fazit zog die CSC Ploenzke AG für das Geschäftsjahr 2001/02 (Ende: 31. März). Durch eine siebenprozentige Umsatzsteigerung sowie Kosteneinsparungen konnte unter dem Strich ein achtbares Ergebnis erzielt werden. Geholfen haben dem Wiesbadener IT-Dienstleister vor allem Zuwächse im Outsourcing-Geschäft.

"Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben. Aber wir sind absolut unzufrieden mit den Marktbedingungen", ließ Vorstandschef Peter Strabel das abgelaufene Fiskaljahr vor Journalisten in Frankfurt am Main noch einmal Revue passieren. Mit einer siebenprozentigen Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr von 671 auf 719 Millionen Euro konnte die CSC Ploenzke AG jedenfalls den widrigen Marktverhältnissen trotzen. Noch im Juli vergangenen Jahres, also nach dem ersten Quartal, hatten die Hessen eine Stagnation bei den Einnahmen befürchtet. Der Grund: Im Mai 2001 sei "plötzlich das Licht ausgangen", so Strabel. Noch auf der CeBIT 2001 habe man nach der Greencard gerufen, wenige Wochen später habe man zum Teil nicht mehr gewusst, was man mit den Leuten anfangen soll.

Zuwächse bei Lizenzverkäufen

Dass es seiner Company dennoch neben der Umsatzsteigerung mit einem von 42 auf 47 Millionen Euro verbesserten (um Sondereinflüsse bereinigt) operativen Gewinn auch auf der Ergebnisseite gelungen ist, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen, führte der CSC-Ploenzke-Chef vor allem auf zwei Faktoren zurück: Der Erhöhung des Anteils des Outsourcing-Geschäfts am Gesamtumsatz von 20 auf 24 Prozent, und einem Wachstum von über 160 Prozent bei Lizenzverkäufen eigener Software. Gleichzeitig sei man massiv auf die Kostenbremse getreten, unter anderem auch durch einen punktuellen Abbau von Arbeitsplätzen - vor allem im Verwaltungsbereich und im Consulting.

Bezogen auf einzelne Branchen konnten die Hessen vor allem von überdurchschnittlichen Zuwächsen bei ihrer wichtigsten Klientel, den Banken und Versicherungen, profitieren. Hier wurden 45 (Vorjahr: 42) Prozent der Umsätze generiert. Die übrigen Bereiche Öffentliche & Private Dienstleister sowie Industrie & Handel blieben weitgehend konstant beziehungsweise waren leicht rückläufig.

Strabel gab sich mit Blick auf die weitere Geschäftsentwicklung zurückhaltend. Insgesamt sei die Situation im Consulting- und Systemintegrationsgeschäft nach wie vor schwierig. Hier rechne man im laufenden Jahr allenfalls mit einen Wachstum von fünf bis sieben Prozent. Noch immer sei das Investitionsverhalten vieler Unternehmen in IT-Projekte "gedämpft", eine Verbesserung der Marktbedingungen frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2002 zu erwarten. Insgesamt wolle man jedoch um einen knapp zweistelligen Prozentbetrag zulegen - eine Prognose, die vor allem von entsprechend guten Perspektiven im Outsourcing- und Produktgeschäft getragen sei. Strabel verwies in diesem Zusammenhang auch auf das "Herkules"-Projekt der Bundeswehr, wo wohl demnächst vom Bundesverteidigungsministerium das so genannte Ranking der Bieter veröffentlicht wird. Nicht zuletzt dank der traditionell guten Geschäftsbeziehung der Konzernmutter Computer Sciences Corp. zum Pentagon in Washington D.C. sehen die Hessen hier offenbar für sich gute Chancen, auch wenn vor der Bundestagswahl kaum mehr mit einer Entscheidung zu rechnen sein dürfte.