Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.02.2004 - 

Analysten beurteilen Outsourcing-Anbieter skeptisch

CSC profitiert vom Behördengeschäft

MÜNCHEN (CW) - Die Übernahme des Dienstleisters Dyncorp zahlt sich für Computer Sciences Corp.(CSC) weiter aus. Dank hoch dotierter Regierungsaufträge konnte der kalifornische IT-Serviceanbieter Umsatz und Gewinn im dritten Geschäftsquartal 2003/04 (Ende: 2. Januar) deutlich steigern.

Der Nettoprofit von CSC kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 128,4 Millionen Dollar und übertraf damit leicht die Erwartungen der Wall Street. Die Einnahmen erhöhten sich um rund 30 Prozent auf 3,62 Milliarden Dollar. Das Unternehmen profitierte dabei von dem schwachen Dollar sowie einem kräftigen Wachstum im Behördengeschäft - nicht zuletzt dank der Übernahme des auf Regierungsaufträge spezialisierten IT-Serviceunternehmens Dyncorp im März 2003. Die Einnahmen im Behördengeschäft stiegen um 84 Prozent auf 1,46 Milliarden Dollar. Schwächer entwickelte sich das Geschäft mit kommerziellen Kunden. Hier erzielte CSC ein Wachstum um acht Prozent auf 2,16 Milliarden Dollar. Bei stabilem Wechselkurs hätte die Company jedoch einen Umsatzrückgang leichter verbucht.

Im laufenden Geschäftsquartal rechnet CSC-Chef Van Honeycutt mit einem Anstieg der Einnahmen um 20 bis 23 Prozent gegenüber den 3,08 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Pro-forma-Profit, der im abgeschlossenen Quartal bei 71 Cent je Aktie lag, soll zwischen 98 Cent und 1,02 Dollar pro Anteil liegen. Mit diesem Ausblick enttäuschte die Company jedoch die Analysten, die im Schnitt von dem oberen Wert ausgegangen waren.

"Wir sind weiterhin der Meinung, dass Large-Scale-Outsourcing ein margenschwaches Geschäft ist, begründete Analyst Jim Kissane von Bear Stearns seine Verkaufsempfehlung für die CSC-Aktie. In den 90er Jahren habe der Konzern viele große Aufträge erhalten, die die Gewinne des Unternehmens deutlich steigerten. Im Vertragsverlauf jedoch schlugen sich einige Aufträge letztendlich mit einem negativen Cashflow in der Bilanz nieder.

Für CSC gab es zudem einen kräftigen Rückschlag im US-Behördengeschäft: Die amerikanische Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) schloss CSC von der Teilnahme an der Ausschreibung für zwei neue IT-Aufträge aus. Man werde die Leistungen des Dienstleisters genau bewerten, ehe CSC wieder einen Auftrag erhalte, so IRS-Chef Mark Everson. Im Rahmen des projekts "Business Systems Modernization (BSM) bekam ein Konsortium unter der Leitung von CSC Ende 1998 den Auftrag, die IT-Infrastruktur der Behörde zu modernisieren und zu verschlanken. Dies gelang offenbar nur bedingt: Ende vergangenen Jahres warf der IRS-Aufsichtsrat CSC schlechte Planung und Umsetzung sowie mangelnde Termintreue vor. Zwar habe man in den vergangenen Monaten Fortschritte erzielt, so IRS-Commissioner Everson nun. CSC schaffe es aber nicht, das bereits vergangenen Oktober fällige Teilprojekt "Integrated Financial System" (IFS) bis April fertig zu stellen. Zudem wird das IFS rund 50 Millionen Dollar teurer als geplant. (mb)