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27.06.2006

CSC schließt deutschen Helpdesk

Die Services werden aller Voraussicht nach ins Ausland verlagert.

Der von CSC geplante Abbau von 5000 Stellen in Zentraleuropa sorgt für große Unruhe in der deutschen Serviceorganisation. Obwohl es nach offizieller Darstellung noch keine Entscheidung darüber gibt, welche Bereiche betroffen sein werden, scheint das Ende der Anwenderbetreuung und des RZ-Betriebs in Immenstaad unausweichlich. Auf einer Informationsveranstaltung haben Mitglieder der Geschäftsleitung den Mitarbeitern wenig Hoffnung auf Weiterbeschäftigung gemacht, sagte ein CSC-Angesteller der computerwoche. Das Unternehmen hat offenbar auch den Betriebsrat überrascht: Die Gespräche mit der Mitarbeitervertretung wurden erst danach aufgenommen.

Der Standort Immenstaad ist aus der Übernahme des IT-Betriebs von Nortel Networks entstanden. Mittlerweile werden dort aber keine Services mehr für den kanadischen TK-Ausrüster geleistet. Zu den Kunden, die von Immenstaad aus betreut werden, zählen Basell, Bombardier, Textron sowie Deutsche Leasing und Eurofighter. Offenbar gibt es Überlegungen diese Leistungen ins Ausland zu verlagern: Für einige remote Services haben die hiesigen Mitarbeiter bereits indische CSC-Experten angelernt.

Der Immenstaader Helpdesk und das Datacenter gehören zur CSC Deutschland Services GmbH, in der der Konzern die Betriebsdienstleistungen bündelt. Hier stehen internen Kreisen zufolge insgesamt 260 Stellen zur Disposition. CSC bestätigte diese Zahl jedoch nicht offziell. Unklar ist nach wie vor, in welchem Ausmaß die CSC Deutschland Solutions GmbH betroffen sein wird. Den Namen Ploenzke hatte das Unternehmen im Mai 2006 aus dem Logo gestrichen. Dass es zu Entlassungen im größeren Stil kommen wird, ist sehr wahrscheinlich. Ein CSC-Sprecher bestätigte, man habe Überkapazitäten.

Der von der US-Zentrale angekündigte Stellenabbau wird vor allem Zentraleuropa treffen, große Niederlassungen gibt es in Großbritannien, Skandinavien und Deutschland. Zur Entwicklung in Deutschland machte das Unternehmen keine Angaben. Gegenüber den Mitarbeitern äußerte sich die Geschäftsleitung, das Geschäft laufe auf "mittlerem Niveau gut, die Ziele seien erreicht worden". (jha)