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16.06.1989 - 

Nur Händlern machen offene Systeme Bauchschmerzen:

CTM-.Anwender wollen Unix-Flexibilität

OSNABRÜCK (ch) - Die Haltung ihres Herstellers CTM zu offenen Systemen, wie etwa Unix, diskutierten CTM-Anwender auf einer Usertagung in Osnabrück. Fazit: Die Anwender wollen Unix, der Hersteller ist offen, lediglich die Händlerschaft sträubt sich noch. Bauchschmerzen machte den Händlern beziehungsweise allein der Vertretern offenbar vor Umstand, daß es für Unix zur Zeit noch kaum Anwendungssoftware für den von CTM belieferten Markt der Bürokommunikation und mittelständischen kaufmännischen Applikationen gibt. So begründet Wolrad Rube, Geschäftsführer der Herbert Dahin KG, seine Distanz zu Unix mit Geschäftsinteressen: "Ich brauche den Nutzen jetzt."

Ins gleiche Horn stieß Richard Hinz von der Mannheimer CTM-Werksvertretung. Seiner Meinung nach erzeuge Unix lediglich neue Abhängigkeiten - an die Stelle des Hardwareherstellers träten für einen Unix-Anwender eben die Software- und Systemhäuser. Außerdem führe der Weg zu Unix zwangsläufig zu einer teuren Grafikworkstation mit Windowing-System. "Nur als Benutzeroberfläche für eine Finanzbuchhaltung ist das etwas wenig Nutzen", war sein Tenor. Dennoch sieht er in der Standardsoftware das Geschäft der Zukunft: "Wenn es Unix nicht gäbe, müßte man es erfinden."

Während die Vertreter des Herstellers CTM eine eindeutige Sowohl-als-auch-Position" bezogen, kam Druck von den Anwendern. So mahnte ein anwesender DV-Leiter die seiner Ansicht nach längst fällige Standardisierung an: "Wir brauchen ebenso einen eindeutigen Werkzeugsatz wie ihn der Maschinenbauer mit seinem Schraubenschlüssel hat", erklärte er unter dem Beifall seiner Kollegen.

Ein anderer Anwender widerlegte mit seiner Argumentation die Händlerschaft. Er nannte als Grund für seinen Schwenk zu Unix, daß die "freie" Software, mit der er arbeiten wolle, für das CTM-eigene Betriebsystem Itos nicht verfügbar sei - für Unix aber sehr wohl.