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28.11.1986 - 

Deutsche Kunden sind von den Preiserhöhungen nicht betroffen:

Cullinet hebt US-Wartungsgebühren an

WESTWOOD/FRANKFURT (kul) - Eine Erhöhung der Wartungsgebühren für den amerikanischen Markt gab jetzt die Cullinet Software Inc. bekannt. Die deutschen Kunden werden von dieser Preispolitik jedoch nicht tangiert. Wie Jeff Tapows, Vizepräsident Marketing, weiter mitteilte, will der US-Hersteller künftig verstärkt auf die Erschließung neuer Marktbereiche setzen.

Die amerikanischen Cullinet-Kunden müssen demnächst tiefer in die Tasche greifen: Der im Mainframesoftware-Business etablierte Anbieter konfrontierte sie jetzt mit einer Anhebung der jährlichen Wartungsgebühren von 10 auf 15 Prozent im Applikationsbereich und von 10 auf 13 Prozent bei den Datenbanken. Nach Aussage von Vizepräsident Tapows sei dieser Schritt notwendig geworden, um sich den in der Branche allgemein üblichen Maintenance-Preisen anzupassen. Hand in Hand mit dieser Kostensteigerung soll den US-Anwendern allerdings eine Verbesserung der Service-Leistungen geboten werden. Geplant sind beispielsweise Hot-Line-Support und verstärkte Unterstützung bei der Problemlösung.

Die deutschen und europäischen User sind laut Tapows von dieser Entscheidung der Verantwortlichen im US-Hauptquartier nicht betroffen: "Cullinet", so der Vizepräsident , "ist sich im klaren darüber, daß diese verschiedenen Märkte in manchen Bereichen unterschiedlichen Gesetzen gehorchen. Danach richten wir uns auch bei unserer Preisgestaltung."

Auf die Eigenheiten des hiesigen Marktes möchten sich die Amerikaner auch nach der auf das Frühjahr 1987 angesetzten Trennung vom bisherigen Distributor, der ADV/Orga, einstellen. Dabei setze das Top-Management in den USA vor allem auf eine deutsche Geschäftsführung und Mitarbeiter, die lokal angeworben werden. Kommentiert Tapows: "Wir wollen nicht den Fehler vieler US-Unternehmen machen, ein amerikanisches Konzept ohne Modifikationen in Europa einzufahren. Es hat sich zu oft gezeigt, daß ein solcher Versuch scheitert."

Für die nähere Zukunft kündigt Cullinet vor allem eine aggressivere Preispolitik sowie die Erschließung neuer Marktbereiche an, die die Aktivitäten des Unternehmens im Mainframe-Geschäft ergänzen könnten. Auch die Entscheidung, weiterhin andere Anbieter, die über gute Entwicklungen und Ideen verfügen, aufzukaufen, sei in diesem Zusammenhang zu sehen.

Daß dieses Engagement kurzfristig zu einem Ausgleich der im ersten Quartal des Fiskaljahres 1987 erlittenen Verluste führen könnte (siehe auch CW Nr. 35 vom 29. August 1986, Seite 5), glaubt Tapows allerdings nicht. Eine Verbesserung der Geschäftsergebnisse sei vielmehr nur über langfristige Wachstumsstrategien möglich.