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17.11.2000 - 

Kundenbeziehungen über alle Kanäle

Cure AG schließt sich mit britischer Vipcom zusammen

MÜNCHEN (CW) - Das CRM-Beratungshaus Cure AG fusioniert mit dem britischen Anbieter von Unified-Messaging-Systemen (UMS) Vipcom. Ziel der neuen Gesellschaft ist es, Beratung mit Technikkompetenz in den Bereichen UMS und Voice-over-IP zu kombinieren.

"Wir wollen der Anwalt der Kunden sein", beschreibt Peter Knippel, Vorstandschef der Cure AG, seine Firmenphilosophie. Gemeinsam mit Gottfried Neuhaus (Systemhaus Dr. Neuhaus), Klaus Busch (Pan Dacom) und Alfred Luttmann (A Priori) gründete der ehemalige Nixdorf-Manager 1997 das Unternehmen in Dreieich bei Frankfurt am Main. Angesichts der Deregulierung des TK-Marktes und der zu erwartenden gleichen Entwicklung im Energiesektor legte die Firma ihren Beratungsschwerpunkt auf das Management von Kundenbeziehungen. Denn die Servicequalität, so Knippel, entwickle sich zum Hauptwettbewerbsfaktor der Zukunft. Auch in dem ähnlich strukturierten Finanzsektor sieht der Firmenchef einen großen (Nachhol-)Bedarf und damit die Chance für sein Unternehmen.

Im Vordergrund der Beratung steht dabei die Verknüpfung derzeit vorhandener Technologien. "Verwaltung, Synchronisation und Koordination aller Kundenkontaktpunkte, also Internet, Call-Center, direkter wie indirekter Vertrieb, sollen den Service am Kunden gewährleisten und die Kundenbindung verbessern", verspricht die Firma. Nicht zuletzt dank der langjährigen Beziehungen der Cure-Vorstände verweist man denn auch auf eine beachtliche Kundenliste. Projekte vom Design des Kundenserviceprozesses über Second Level Support in der operativen Helpdesk-Organisation bis hin zur Entwicklung und Realisierung eines CRM-Systems wurden unter anderem bei Kunden wie der Europäischen Zentralbank, Viag Interkom, RWE oder Thyssen Krupp betrieben. Für den Sportartikel-Hersteller Adidas Salomon beispielsweise kreierte Cure eine Art Mini-Call-Center speziell für das Investor-Relation-Management, in erster Linie das der Kontaktpflege zu Analysten und Investoren dient.

Börsendebüt im nächsten JahrDie Fusion mit einem Entwickler von UMS passt nach Ansicht Knippels genau in das Konzept von Cure, beim Aufbau eines CRM-Systems sämtliche Kommunikationswege zum Kunden inklusive der Voice-over-IP-Techniken zu nutzen. Dennoch soll das Kernprodukt von Vipcom, die UMS-Serie "Papageno", unabhängig von der Beratung weiterhin über eigene Vertriebskanäle verkauft werden.

Gemeinsam mit Vipcom wird die Gesellschaft, deren Name noch nicht feststeht, rund 90 Beschäftigte zählen und soll in diesem Jahr einen Umsatz von rund 20 Millionen Mark erzielen - das Ergebnis ergibt sich zu etwa gleichen Teilen aus dem Geschäft der hessischen Berater sowie der englischen Techniker.

Für das nächste Geschäftsjahr peilt die fusionierte Gesellschaft den Schritt aufs Börsenparkett am Neuen Markt in Frankfurt an. "Unsere wirtschaftliche Lage ist stabil. Wir gehen nicht an die Börse, um dem Unternehmen aus operativen Problemen herauszuhelfen, sondern allein um das Wachstum bewältigen zu können", kann Knippel sich den Seitenhieb gegen andere Börsenkandidaten nicht verkneifen. In den zwei Jahren seit der Gründung wuchs der Cure-Umsatz kontinuierlich um rund 400 Prozent pro anno von 360000 Mark im ersten Geschäftsjahr auf heuer knapp zehn Millionen Mark.