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13.02.1976 - 

Europäisches CAL-Zentrum von Univac

CUU für Industrie und reisende Polizisten

SULZBACH - Sperry Univac gibt nicht auf: Das Unternehmen setzt weiter auf die Zukunft des computerunterstützten Unterrichts; allerdings, weniger in den Schulen als für Ausbildung in Wirtschaft und Verwaltung. In der deutschen Univac-Zentrale in Sulzbach bei Frankfurt wurde jetzt ein "Europäisches CAL-Demonstrationszentrum" eröffnet und zugleich eine erweiterte Version des Autorensystems ASET bekanntgegeben.

"Computer Assisted Learning" (CAL), zu deutsch computerunterstützter Unterricht (CUU), wird in Sulzbach an acht Bildschirmgeräten, die an eine 1108 angeschlossen sind, zunächst für die Schulung von eigenem Personal und von Kundenmitarbeitern eingesetzt. Das CAL-Zentrum soll außerdem der Demonstration und dem Erfahrungs- austausch dienen. "Wir hatten die 1108 und eine große Schulungsabteilung schon im Hause", erklärt der Leiter des Zentrums, Achim Metzker. "Da war es naheliegend, das europäische CAL-Zentrum in Sulzbach einzurichten."

In den Schulen zuwenig Geld

Metzker sieht Einsatzmöglichkeiten für computerunterstützten Unterricht in erster Linie bei der Industrie, danach bei der Verwaltung und erst - mit Abstand an letzter Stelle - bei den Schulen, die dafür vorerst zuwenig Geld haben.

Zeitersparnis bis 95 Prozent

Mit der Referenz des Univac-Kunden Lufthansa, dem größten CUU-Anwender in der Bundesrepublik, will Univac jetzt die 1100-Besitzer - ungefähr 30 sind es in der Bundesrepublik - für die computerunterstützte Ausbildung interessieren. Argument: Wo beispielsweise ein konventioneller Schulungsaufwand von 60 Stunden erforderlich ist, reichen beim CUU etwa sechs Terminalstunden - und das Wissen sitzt zu 100 Prozent. Der langsamste Schüler braucht nach Univac-Erfahrungen beim CUU ein Fünftel, der schnellste Schüler ein Zwanzigstel der Zeit, die zur Vermittlung desselben Wissens in konventioneller Form nötig wäre.

Zugabe: Programme für DV-Schulung

Ein Software-Paket ist als Köder ausgelegt: ASET gibt es für 1000 Mark Lizenzgebühr im Monat - ein angesichts der versprochenen Einsparungen geringer Betrag. Enthalten sind Autorensprache und APL nebst Übersetzer/Interpreter, Programme für Schüler-Registrierung und -Bewertung, Berichts-Generator und Grafik-Software. Das ganze System kann in seiner neuen Version auch im Real-Time-Betrieb und - auf Wunsch in Verbindung mit Mikrofiche-Geräten eingesetzt werden. Als Draufgabe bekommt der Kunde noch die Programme, die bei Univac für die DV-Ausbildung vorliegen und auch im CAL-Zentrum verwendet werden.

Spesen am Bildschirm

Die erste europäische Installation des ASET-Unterrichtssystems außerhalb des Univac-Firmenbereiches soll in Skandinavien erfolgen. Stark interessiert ist dort, unter anderem die Polizei, die ihre Mitarbeiter am Bildschirm zunächst über das richtige Ausfüllen von Reisekostenabrechnungen informieren will.