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06.02.2004 - 

Satire

CW-Wert

06.02.2004

Auch ohne Eliteunis gibt es Hoffnung für das deutsche Bildungswesen - dem Computer sei Dank.

Zugegeben, in der Pisa-Studie errang unser Volk der Dichter und Denker keinen ruhmreichen Platz. Da Disziplin und Strebertum aber zu unseren Tugenden zählen, können wir nun berichten: Wir haben das von der Europäischen Kommission gesetzte Ziel, wonach in den Schulen ein Computer für 15 Schüler als Minimalausstattung vorgesehen ist, übertroffen!

In unseren Gymnasien und weiterführenden Schulen müssen sich durchschnittlich nur noch 14 Schüler einen PC teilen, die IT-Ausstattung in den Lehranstalten hat sich "signifikant verbessert", bestätigt das Bundesbildungsministerium. Eine beeindruckende Leistung, die weitreichende Folgen haben wird: Bald werden die Kinder wissen, wie sie am schnellsten an die Tastatur kommen, ob mit höflichen Bitten an den Vordermann oder doch mit der bewährten Ellenbogenmethode. Wahrscheinlich kristallisieren sich schon im täglichen Kampf um den Computer die Führungskräfte von morgen heraus, dann könnten sich die Unternehmen die teuren Personalentwicklungs- und Coaching-Maßnahmen später sparen. Aber auch für die gestressten Lehrer hat diese effiziente Bildungspolitik Vorteile: Sie müssen sich nicht mehr so intensiv vorbereiten, schließlich lässt sich eine Stunde locker damit bestreiten, dass jeder Schüler einmal ins Internet darf - wenn er sich vorher brav in die Schlange vor dem PC eingereiht und gewartet hat. Auf diese Weise könnten unsere unterschätzten Werte - Disziplin und Strebertum - mit der neuesten Technik vermittelt werden. Das müsste doch auch den konservativen Bildungspolitikern gefallen.