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02.07.2004 - 

Satire

CW-Wert

Richter Vaughn Walker hat ein schwieriges Amt: So viele Halbwahrheiten und Lügen, wie sie ihm derzeit die wichtigsten Vertreter der Softwareindustrie auftischen, dürfte er selten gehört haben.

Es geht um das Verfahren zur möglichen Fusion von Oracle und Peoplesoft, die das US-amerikanische Justizministerium aus kartellrechtlichen Gründen verhindern möchte. Im Gerichtssaal biegen sich dermaßen die Balken, dass eine Verlegung des Prozesses unter freien Himmel wohl kaum noch zu vermeiden ist.

Allerdings könnte unter diesen Umständen der Blitz auf den einen oder anderen Zeugen niederfahren, etwa auf die Microsoft-Manager Douglas Burgum und Orlando Ayala. Sie sagten aus, ihr Unternehmen sei im Markt für Business-Software grundsätzlich nur an kleinen und mittleren Kunden interessiert. Konzerne blieben außen vor. SAP habe man nur übernehmen wollen, um das eigene Datenbankgeschäft zu schützen. Immerhin habe die Gefahr bestanden, dass Oracle nach einer Peoplesoft-Übernahme dessen Kunden mit seinen Datenbankprodukten versorgen würde.

Für den nächsten Hammer sorgte Oracle: Ein Duopol Oracle-SAP werde es schon deshalb nicht geben, weil da ja noch die Dienstleister seien, die mit den Softwarehäusern aufs Härteste konkurrierten. Dass diese Dienstleister natürlich die Software von Oracle und SAP einsetzen, kam nur am Rande zur Sprache.

Und dann betonte noch ein Zeuge, es gebe ja so viel Software auf der Welt, die überall laufe, dass von einem Monopol keine Rede sein könne. Er war von Oracle bezahlt. Wie wohltuend war da der Auf- tritt von SAP-Manager Richard Knowles. Eine Fusion würde den Wettbewerb verschärfen, sagte er, außerdem sei Microsoft der schlimmste aller Gegner. SAP entlastet also Oracle, damit der Wettbewerb schärfer wird. Noch Fragen?