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13.08.2004 - 

Satire

CW-Wert

Mystik hin, Action her - für Zukunftsforscher und IT-Fachleute wartet der Steven-Spielberg-Film "Minority Report" mit einer wesentlich interessanteren Szene auf:

Um der staatlichen Überwachung durch die allgegenwärtigen Netzhaut-Scanner zu entgehen, lässt sich der untergetauchte und flüchtige Protagonist fremde Augen implantieren. Wie vorsintflutlich! - Im Oktober 2002 uraufgeführt, wird der Streifen gerade eben von der Realität überholt. Einem Pressebericht zufolge prüft die nationale Arzneimittelbehörde der USA derzeit, ob sie die Funkchips des Herstellers Verichip zur Kennzeichnung von Krankenhauspatienten zulassen will. Um jede Verwechslung auszuschließen, sollen die antennenbewehrten Datenspeicher nicht in die Schlafanzugtaschen, sondern in das Fettgewebe unter dem rechten Oberarm eingenäht werden. Kommt der Hospitalinsasse einem der ebenfalls von Verichip gefertigten Scanner zu nah, "erwacht" der Chip und sendet eine Identifikationsnummer, die umgehend mit der zentralen Patientendatenbank abgeglichen wird. Wozu? - Stand nicht in dem Bericht. Angeblich hatte Richard Seelig, Vice President für medizinische Anwendungen bei der Verichip-Mutter Applied Digital Solutions, diesen Geistesblitz am 11. September 2001. Damals sah er, wie New Yorker Feuerwehrleute die Nummern von ihren Plaketten auf ihre Unterarme kopierten, so dass sie post mortem einen Namen hätten. Was wollte uns Seelig damit über den inneren Zustand amerikanischer Krankenhäuser sagen? Oder beabsichtigt er lediglich, Schlafwandler aus der radiologischen Abteilung fernzuhalten? Zielt er darauf, den Krankenhausangestellten Echtzeitinformationen über jeden Vorüberschlurfenden zu vermitteln, damit sie beispielsweise Hepatitis-Patienten an der nächtlichen Alkoholaufnahme hindern können? Oder handelt es sich bei dem Applied-Manager vielleicht um einen getarnten Alien, dessen Artgenossen den stillgelegten Westflügel des "Dingsbums Memorial Hospital" für Tests an terrestrischem Biomaterial nutzen? Unfug! Die setzten ihre Chips bekanntlich zwischen Schädeldecke und Halswirbelsäule ein.