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Satire


10.09.2004 - 

CW-Wert

Seitdem ich unserer Geschäftsführung per E-Mail ihre Kündigung geschickt habe, hängt der Haussegen schief.

Dabei wollte ich doch nur mit dem Kollegen Gesinsky aus dem Marketing einen kleinen Scherz machen. Ist doch lustig, wenn aus der Personalabteilung eine E-Mail eintrifft mit dem Betreff "gekündigt". Blöd nur, dass ich mich sozusagen verdrückt hab. Den falschen Adressaten im Verteiler angeklickt. Jetzt wollen sie mir ans Leder, aber so einfach geht das nicht. Ich werde mich wehren. Gottseidank gibt es einen Präzedenzfall, auf den ich mich berufen kann.

Ein 21-Jähriger aus Bayreuth hat 30000 E-Mails verschickt mit dem Betreff "letzte Mahnung". Die Empfänger sollten einen offenen Rechnungsbetrag von 29,99 Euro begleichen. Als ihn die Polizei zur Rede stellte sagte der Mann, er habe die Nachricht versehentlich an einen größeren Verteilerkreis versandt statt, wie beabsichtigt, an nur eine Person. Ein Opfer der Technik also, genau wie ich. Den Mann trifft keine Schuld.

Mal ehrlich: Im Computer- und Internet-Zeitalter muss die Schuldfrage ganz neu diskutiert werden. Die Regel "Dummheit schützt vor Strafe nicht" sollte definitiv außer Kraft gesetzt werden. Niemand darf schuldig gesprochen werden, weil ihn bestimmte Betriebssysteme und E-Mail-Programme überfordern. Sonst säßen am Ende noch ganze Vorstandsetagen hinter Gittern.