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17.09.2004 - 

Satire

CW-Wert

Woran erinnert sich der Mensch? Nur Außergewöhnliches, Dinge und Erlebnisse, die aus unserem Alltag herausragen, bewahrt unser Gedächtnis langfristig auf. Das erklärt zumindest der holländische Psychologe und Gedächtnisforscher Douwe Draaisma.

Für die Buchhalter und anderen Erbsenzähler unter uns, für die gerade die langweiligsten Dinge wie tägliche Umsatzberechnungen, Kassenbons oder das immer gleich weich gekochte Frühstücksei das Leben lebenswert machen, dürfte das eine schlimme Nachricht sein. Ihnen bleibt am Ende ihres Lebens nichts, woran sich ihr altersschwaches Gehirn noch klammern kann.

Draufgänger und Abenteurer haben dagegen auch im Greisenalter noch etwas, woran sie denken können. Das Ersteigen eines 8000er Gipfels oder ein Überlebenstraining in der Kalahari setzen sich einfach tiefer in unseren Köpfen fest als der tägliche Gang zur immer gleichen Arbeit.

Was das mit Informationstechnik zu tun hat? Zweierlei: Dank Professor Draaisma wissen wir jetzt, dass unser menschlicher Informationsspeicher selbst bei Gedächtniskünstlern von Weltrang einer simplen PC-Festplatte hoffnungslos unterlegen ist. Und zweitens lehren uns die Erkenntnisse des Holländers, dass wir uns in einiger Zeit an die hinter uns liegende Krise in der IT-Branche nicht mehr erinnern werden. Dafür ist einfach zu wenig Außergewöhnliches passiert in diesen Jahren. Oder können Sie sich - mal abgesehen von RFID - an irgendwelche Innovationen erinnern? Sehen Sie! Aber so übel ist das auch wieder nicht mit der selektiven Erinnerung. Wer will schon den ganzen Mist der letzten drei Jahre ständig im Kopf behalten?