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10.01.2003 - 

Satire

CW-Wert

"My home is my castle", näselt der Engländer, kuschelt sich vor den Kamin und widmet sich in aller Ruhe seinem Darjeeling-Tee. Wer sich mit einem Eigenheim nicht zufrieden gibt, sucht nach mehr - und wird unter Umständen bei Ebay fündig.

Das Web-Auktionshaus versteigerte unlängst die amerikanische Stadt Bridgeville, gute 400 Kilometer südöstlich von San Francisco gelegen.

Die war zwar etwas renovierungsbedürftig, dafür aber immerhin mit mehreren Geschäften, einem "historischen" Friedhof und einer Brücke ausgestattet.

Für insgesamt knappe 1,8 Millionen Dollar wechselte das mit einer eigenen Postleitzahl versehene Kleinod schließlich den Besitzer - es war halt schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.

Künftig erwarten wir aber etwas mehr von Ebay. Statt eines Kaffs wie Bridgeville, das gerademal aus zehn Hütten besteht, wollen wir Qualität sehen. Attraktiver ist etwa die historische Wildweststadt Langtry, in der Richter Roy Bean sein Unwesen trieb. Sie kann ebenfalls bei Ebay ersteigert werden. Besser wären jedoch richtige Metropolen. Chicago zum Ersten, zum Zweiten und - verkauft! Oder warum nicht gleich ganze Länder?

Vielleicht ließe sich so manches wirtschaftliche Problem auf diese elegante Art und Weise lösen. Stellen wir uns doch einmal vor: Bill Gates ersteigert bei einer Online-Auktion Argentinien. Der Microsoft-Gründer macht endlich auch politische Karriere und führt als neuer Staatspräsident ganz nebenbei den Andenstaat aus der Verschuldung.

Was für eine Vorstellung: Microsoft verlegt seine Firmenzentrale und wird sogar ein eigener Staat! Das wäre dann auch eine patente Lösung, um kartellrechtlichen Vorwürfen ein für allemal aus dem Weg zu gehen. Wer weiß, vielleicht fände sich ja auch ein Käufer für den Irak?