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14.02.2003 - 

Satire

CW-Wert

TCO, XML, ERP, SCM, HTML, UDDI, WSDL, CMOS, CRM, SCM, EAI, HTTP - was ist nur mit der IT-Branche los?

Lange haben wir darüber nachgedacht, warum ohne solche Akronyme kein Auskommen ist. Wir haben natürlich auch bei einigen Firmen nachgefragt, unter anderem bei IBM, HP, AMD, EMC, CA, BT, SAP, SAG, SBS und SCO. Leider ernteten wir dort nur Schulterzucken. Auch Institutionen wie IEEE, Icann, OMG, CERN oder IEEE brachten uns nicht weiter.

Um es ohne Umschweife zu sagen: Wir haben trotz weit reichender Recherchen nicht herausfinden können, worin der Reiz der Initialwörter für die Informationstechniker liegt. Deshalb bleibt uns nur eine - außer an dieser Stelle - kaum veröffentlichungsfähige Theorie.

IT-Menschen denken in Bits und Bytes, in Programmen und Systemen. Das Ergebnis ihrer Arbeit zu verkaufen obliegt den Marketing-Abteilungen. Dort sitzen Germanisten und Philosophen - Verbalalchimisten also, die Verständliches in Verkäufliches verwandeln. Ist ihr Werk vollbracht, schicken sie ihre Powerpoint-Profis vor, die es der Geschäftsleitung präsentieren.

Die Führungsebene - oft handelt es sich um ausgebildete Betriebswirtschaftler - wird nun sensibel an die neuen Themen und Produkte herangeführt. Sie soll sich die Wortschöpfungen der Marketiers zu Eigen machen, dabei aber keinesfalls durch zu lange und zu schwierige Begrifflichkeiten beschämt werden. So wird dann aus der Idee Integrationssoftware das Produkt Enterprise Application Integration, das sich auf die Formel EAI bringen lässt.

Das kommt an bei den CIOs, CEOs, COOs, CFOs, CSOs - ach, eigentlich bei allen CxOs. Allerdings nur, wenn nicht solche Entgleisungen dabei herauskommen wie "Business Process Execution Language for Web-Services". Hier ist auch das Kürzel BPEL4WS nicht akzeptabel, obwohl sich die Marketiers - siehe die 4 - augenscheinlich alle Mühe gegeben haben.