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Satire


09.05.2003 - 

CW-Wert

Ist doch klar, warum Ebay, Amazon und Yahoo explodierende Umsätze melden. Sie profitieren von der rezessionsbedingten Langeweile in den Büros.

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum Ihr Zimmernachbar immer arbeitet, obwohl seit Monaten kein größerer Auftrag he-reingekommen ist? Warum er sogar Überstunden schiebt? Er macht dasselbe wie Sie: bei Ebay prüfen, wie es um seine Auktionen bestellt ist, bei Amazon nach neuen Handys und WLAN-Equipment Ausschau halten, bei Yahoo nach einer attraktiven After-work-Beschäftigung suchen. Zwischendurch müssen noch die E-Mail-Accounts geprüft und die Jobbörsen gecheckt werden.

Dass all diese Tätigkeiten am Bildschirm stattfinden, ermöglicht eine optimale Tarnung. Man muss den Arbeitsplatz nur noch so herrichten, dass niemand einen Blick darauf werfen kann. Achten Sie mal ganz genau darauf: Umbauten, in deren Folge hinterher die Sonne unmittelbar auf das Terminal scheint und die Tastatur Schmelztemperatur erreicht, sind verdächtig. Erst recht, wenn dann auch noch die angeblich bessere Ergonomie als Vorwand für die Veränderungen herhalten muss.

Glücklich können sich übrigens die schätzen, die ihr Terminal schon während des Aktienbooms neu platzierten, um ungestört die Entwicklung ihres Depots zu verfolgen. Sie haben zwar viel Geld verloren, erregen dafür aber heute nicht mehr durch große Umbaumaßnahmen Aufsehen.

Arbeitgeber, die sich nun darüber aufregen, mögen einen Moment innehalten. Zum einen haben sie mit dem Aufbau überflüssiger Portale und Intranets das unmotivierte Surfen hoffähig gemacht, zum anderen stabilisieren die Kollegen durch eifrige Bildschirmaktivitäten das Büroklima. Das ist wichtig, falls ausnahmsweise doch mal ein Auftrag hereinkommt.