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Satire

CW-Wert

20.06.2003

Was hat die seriöse Wochenzeitung "Die Zeit" mit Marilyn Monroe zu tun? Schon immer eine Menge, aber jetzt noch mehr.

Kennen Sie Ingrid Metz-Neun? Sie hat Norma Jean in zahllosen Filmen die deutsche Stimme geliehen, und neuerdings arbeitet sie für die Zeit. Genau genommen liest sie für die Zeit - und zwar uns allen etwas vor. Im Internet.

Das Wochenblatt hat offenbar herausgefunden, dass nicht alle Bildungsbürger mit dem wuchtigen Format, den breiten Spalten und der Bleiwüste klar kommen. Gleichwohl gibt es aber viele Leute, die sich im Foyer des Theaters oder beim Cocktail-Empfang als Zeit-Leser zu Erkennen geben möchten - schließlich ist der Wertgehalt des Blattes unstrittig und das Image tadellos.

Also erinnerten sich die Hanseaten an den Erfolg, den Hörbücher derzeit genießen, und baten Synchronsprecherin Metz-Neun um ihre sexy Stimme. Sie und einige weitere Damen und Herren tragen künftig Zeit-Artikel im World Wide Web vor. Wenn Sie''s nicht glauben, können sie ja mal reinhören: http://hoeren.zeit.de.

Eine schwere Prüfung kommt da auf uns zu. Wer will sich bei dieser Stimme auf Reformdebatte und Riester-Rente konzentrieren? In "Manche mögen''s heiß", als Sugar Kane flötete: "Wasserpolo? Ist das nicht sehr gefährlich?", konnte man angesichts der optischen und akustischen Reize inhaltlich schon kaum noch folgen. (Zur Erinnerung, Josephines Antwort lautete: "Und ob, zwei Ponys sind schon unter mir ertrunken").

Was aber, wenn es um Trittins Dosenpfand geht? Die Stimme der Monroe wird uns ganz sicher so verstören, dass wir unser Weißblech am Ende nicht zum Spar-Markt, sondern zum Tengelmann tragen werden.