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11.07.2003 - 

Satire

CW-Wert

11.07.2003

Wer eine Waffe hat, benutzt sie auch, heißt es. Diese Regel gilt noch viel mehr für Besitzer von Handys mit integrierter Kamera.

Das Management von Samsung Electronics begrüßt diesen Umstand naturgemäß. Immerhin produzieren die Südkoreaner eine ganze Menge dieser Hybriden, so viele, dass es sogar für einen Treppchenplatz unter den einschlägigen Herstellern reicht - den dritten nämlich vor Siemens. Trotzdem wirken die Asiaten derzeit nervös, irgendetwas hat sie aus ihrer konfuzianische Ruhe gebracht.

Quasi von einer Schicht auf die andere untersagte Samsung seinen Mitarbeitern, in den Fabriken Kamera-Handys zu benutzen. Zu groß sei das Risiko, dass Bilder aus der Produktion um den Globus kreisten. Telefonieren dürfen die Leute aber noch. Die Dekonstruktivisten in der Chefetage glauben nämlich nur bedingt an die Möglichkeit, hochkomplexe Produktionszusammenhänge zu Spionagezwecken in Worte zu fassen - eine Meinung übrigens, die wir als Fachpublikation nicht teilen.

Den Koreanern soll es nicht gefallen haben, dass ihr Klick-Verbot vierspaltig auf Seite eins der internationalen "Financial Times" erschien. Das ist schwer verständlich, denn diese Meldung suggeriert zweifelsfrei, dass sich mit Foto-Handys inzwischen Aufnahmen machen lassen, auf denen das Motiv erkennbar ist. Warum also diesen Forschritt nicht in die Welt hinausposaunen? Nur weil man glaubt, andere Unternehmen könnten auch einen Bann aussprechen?

Was immer die Damen und Herren aus Seoul geritten hat: Bei uns droht ihr Beispiel Schule zu machen. Alle PCs sollen aus dem Netz gerissen und eingesammelt werden, raunte es kürzlich durch die Kantine. Nach dem Motto: "Wer Word hat, der schreibt auch damit", wolle uns die Geschäftsführung unmissverständlich nahe legen, Artikel nur noch mündlich zu verfassen. Der Leser könne ja anrufen, wenn er etwas wissen wolle.