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Satire


08.08.2003 - 

CW-Wert

Die Gabe, mit Tieren zu sprechen, ist in unserer Welt äußerst spärlich verteilt:

Doktor Dolittle, der legendäre Veterinär, konnte es, Tarzan kommunizierte mit Affen, und Harry Potter kann zumindest mit Schlangen reden. Alle anderen Menschen (außer vielleicht Kasper Hauser, aber bei dem ist nicht sicher, dass er wölfisch konversieren konnte) stehen wilden wie domestizierten Tieren völlig sprachlos vis-à-vis. Umgekehrt natürlich auch. Kein Vieh, weder Schwein, Hund noch Kuh, kann sich uns differenziert verständlich machen. Persönlich mag das die meisten Zeitgenossen auf beiden Seiten der Artenbarriere bisher nicht großartig gestört haben. Viele werden sogar dankbar sein, dass sie nur ihren eigenen Artgenossen zuhören müssen und nicht noch auf das nervtötende Geplapper einer anderen Spezies zu antworten haben.

Mit der Abgeschiedenheit der Arten ist es nun vorbei. Der japanische Spielzeugfabrikant Takara hat ein Gerät auf den Markt gebracht und in Japan bereits 250000-mal verkauft, das Hundebellen übersetzen kann. Dazu wird einfach ein kleines Mikrofon am Halsband des lieben Vierbeiners befestigt, und wenn immer er etwas von sich gibt, kann Herrchen von einem Display ablesen, wie sich der kleine Scheißer gerade fühlt, froh, traurig, aggressiv, frustriert, liebebedürftig oder wachsam. Der Spaß kostet 120 Dollar und ist noch stark verbesserungsfähig. So haben Tester des "Wall Street Journal" festgestellt, dass die angebliche Gemütslage des Hundes etwas willkürlich vom Kontrollgerät angezeigt wird.

Aber viele bahnbrechende Erfindungen hatten mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. Wir sehen in dem "Bow-Lingual" genannten Gerät den Anfang einer wunderbaren Entwicklung. Nur ein bisschen verbessert, wären Herr und Hund, später sogar Katze und Besitzer, warum nicht auch die vielen Millionen Mastschweine und ihre Bauern, in der Lage, sich viel ergiebiger auszutauschen als bisher. Weitergedacht, ließe sich das sogar auf den fernmündlichen Dialog ausdehnen. Man stelle sich diesen Markt vor, was könnte Nokia dort verdienen. Das Wachstum wäre gesichert. Selbst Siemens würde mit Hunde-Handys noch einen Gewinn erzielen!

Sage noch einer, dass die goldenen Jahre der TK-Lieferanten vorbei sind, sie beginnen erst gerade.