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05.12.2003 - 

Satire

CW-Wert

Wir wollen an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, um den Hut vor unseren österreichischen Nachbarn zu ziehen und uns ein für alle Mal für alle schlechten Witze entschuldigen.

Einmal ehrlich: Spätestens seit der einfachen, aber genialen Umsetzung der elektronischen LKW-Maut im Nachbarland können wir Deutschen unsere Bewunderung kaum mehr verheimlichen. Während hierzulande ein technologieverliebtes Konsortium mit einer futuristischen WLAN-meets-GPS-Lösung das Rad neu erfinden will und daran verzweifelt, greifen unsere pragmatischen Nachbarn auf eine in Abermillionen von Haushalten erprobte Technik zurück - und es klappt auf Anhieb. Bei dem vorgelegten Innovationstempo ist es nur eine Frage der Zeit, und die in der Alpenrepublik eingesetzte Mikrowellentechnik rechnet nicht nur die Mautgebühr ab, sondern wärmt gleichzeitig den Brummi-Fahrern auch noch das Mittagessen auf. Umso weniger überrascht uns daher die Meldung, dass bereits ab Jänner nächsten Jahres allen 47000 Hunden der Stadt Wien ein RFID-Mikrochip implantiert werden soll. Die "Chipung" der vierbeinigen Hausgenossen, so der Wiener Landtag, soll dazu dienen, das Problem von ausgesetzten, entlaufenen oder gestohlenen Hunden zu bekämpfen. Obwohl auch hierzulande ein Thema, steht noch nicht einmal der Starttermin einer Chippflicht für deutsche Hunde fest. Und selbst wenn diese irgendwann in ferner Zukunft auch hier eingeführt werden sollte, wäre das darauf folgende Chaos absehbar: Zunächst hagelt es Proteste von Datenschützern, die vor dem "gläsernen Hund" warnen. Anschließend entscheidet sich die Bundesregierung für ein hochkompliziertes System, das neben der Identifizierung der Kläffer auch eine Billing-Funktion für Hundeemissionen enthält. Die Einführung scheitert letztendlich aber an den anhaltenden Systemabstürzen der eingesetzten On-Dog-Units.