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12.04.2002 - 

Satire

CW-Wert

Manchmal scheitern Konzepte an Kleinigkeiten. So auch der gemeinsame Versuch von Microsoft und Unisys, das Betriebssystem Unix auf einer Website madig zu machen.

Unix sei unflexibel, teuer und komplex - so die Werbebotschaft der Partner. Deshalb sollten Unternehmen Windows-Server benutzen. Ob diese vielseitig verwendbar, billig und einfach sind, sei dahingestellt. Einfach gestrickt scheinen jedenfalls die Initiatoren des Frontalangriffs zu sein - anders ist kaum zu erklären, dass die Website zur Kampagne ausgerechnet auf einem Unix-System lief.

"We have the way out", lautet das Motto der Unix-Gegner - und wohl auch das des Entwicklerteams, das die Website nach einem kollektiven Aufschrei der Medien hektisch auf Windows portierte. Doch bekanntlich können sich nur wenige am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Die neue Website, betrieben mit Windows 2000 und dem Internet Information Server 5.0, war zunächst einmal tagelang nicht erreichbar. "We have the way in", konterten denn auch die Unix-Freunde, die blitzschnell mit einer eigenen Site reagiert hatten - natürlich unter Unix und natürlich stabil.

"Kopf hoch", möchte man Bill Gates und Unisys-Chef Lawrence Weinbach zurufen. Die beiden sind weiß Gott nicht die ersten, denen ein solches Missgeschick widerfuhr. Schon so manches Mal blamierten Vertreter der Linux-Gemeinde ihre Windows-Gegner, indem sie ihnen im Rahmen öffentlicher Podiumsdiskussionen empfahlen: "Schaut euch erstmal euren Web-Auftritt an, bevor ihr über Open Source lästert."