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17.01.2003 - 

Satire

CW-Wert

Heute mal ein Ratespiel. Neulich lasen wir den Artikel über einen Herrn, der sich im edlen Wettstreit um einen Sporttitel von Weltformat befindet.

Ein egomanischer Schreck sei er, Dandy auch und passabel in der zweiten Berufung neben seinem hauptsächlichen Broterwerb. Passabel - wie vernichtend muss solch ein Etikett auf einen wirken, der es gewohnt ist, als Regent über 45000 Angestellte zu befehlen.

Gesucht wird ein Homo virilis, der Wettbewerb und Ehrgeiz zu seinem Lebenswerk erklärt hat; ein Tycoon mit zentralistischem Führungsstil, der seine Presseauftritte zelebriert und - hört, hört - zensiert.

Mit der Beschreibung seines großen sportlichen Widersachers - der sei kein Krakeeler - haftet dem Gesuchten im Umkehrschluss der Makel eines Lautsprechers an. Jener pflege eine offene, kommunikative Kultur in einer multikulturellen Crew - unser Mann sei deshalb chancenlos gegen seinen Kontrahenten. Gott, allein in dieser Formulierung steckt eine ganze Welt des Scheiterns.

Es klingelt noch immer nicht? Nun, die Öffentlichkeit nimmt unseren Softwarefürsten ja auch in aller Regel nicht als Enttäuschten, Untröstlichen und auf den billigsten Platz Verbannten wahr. Der Artikel über die gesuchte Person beweist ganz nebenbei, dass Sport sich als Spiegelbild für den menschlichen Charakter hervorragend eignet.

Ach ja: Unser Mann heißt Larry Ellison. Und der geht gerade mit seiner Jacht BMW Oracle Racing erster Klasse unter in dem hoffnungslosen Bemühen, gegen die Alinghi-Crew seines Schweizer Widersachers Ernesto Bartelli ins Finale des America''s Cup zu steuern.

Während - endet das Verdikt über unseren Frühgescheiterten - der Mitbewerber um die höchste Krone im Segelsport um seine Grenzen wisse, lerne unser Mann die seinen gerade erst kennen. Das nun würden wir auch mal gerne schreiben können.