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Satire


10.08.2001 - 

CW-Wert

Bedenkenlos verschenken Softwarefirmen immer wieder weiche Waren besonderer Art: T-Shirts, deren großflächige Aufdrucke für ihre Programme werben sollen.

Aber wie oft verwandeln sich diese Baumwollfabrikate binnen weniger Monate von Werbeflächen in unerbittliche Zeugnisse von Misserfolg und Scheitern? Während die Firmen am liebsten den Mantel des Schweigens über ihre Fehlschläge breiten würden, posaunen vorlaute Werbe-Shirts noch immer ihre obsolete Botschaft aus: "Opendoc. Join the Club". Die angegebene Adresse auf IBMs Website zeigt natürlich schon längst ins Leere. Völlig größenwahnsinnig verhielten sich die SCO-Marketiers auf dem "Forum 1999". Sie verteilten an die Teilnehmer nicht nur T-Shirts, sondern auch noch Regenjacken und Sporttaschen! Mit ein wenig Realitätssinn hätten sie sich auf Papiertaschentücher oder Luftballons beschränkt, denn schon wenige Monate später war die Firma am Ende.

Freilich sind nicht alle Unternehmen komplett naiv, wenn sie ihre Werbegeschenke planen. So bewies Yahoo schon in den besten Zeiten des Internet-Hype die nötige Voraussicht. Die auf dem Rücken der T-Shirts aufgedruckten Sumo-Ringer inklusive zugehörigem Werbespruch lösten sich nach wenigen Waschgängen in Nichts auf. Hätte es beim .COM-Sterben auch Yahoo hinweggerafft, keines dieser Werbegeschenke würde heute wie zum Hohn die hintere Front der Fangemeinde zitieren.

Wenn Marketiers nicht so weit vorausdenken, dann können sie immerhin die Blamage abwenden, indem sie rechtzeitig ihren Kurs korrigieren. So kam Borland zur Überzeugung, dass sich gegen eine installierte Basis von mehreren tausend T-Shirts die Namensänderung der Firma nicht durchsetzen lässt. Sie heißt daher seit einiger Zeit nicht mehr Inprise, sondern wieder Borland.