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Satire

CW-Wert

17.08.2001

Ganz entspannt im Hier und Jetzt! So lautet die Losung, die der "Osho", vormals "Bhagwan", seinen Sannyasins hinterließ.

Hagbard Celine, der anarchistische U-Boot-Fahrer in der von Robert Shea und Robert Wilson verfassten Trilogie "Illuminatus!", drückt dieselbe Botschaft wesentlich anschaulicher aus: "Pfeif nicht, wenn du pisst!" Sieh nicht fern, während du zu Abend isst, hör keine Bach-Konzerte beim Programmieren, denk nicht an die fällige Steuerklärung, wenn du deine Frau, äh, küsst, möchten wir hinzufügen. Vor allem aber: Führ keine Ferngespräche beim Autofahren - auch nicht, wenn du dir gerade erst für einen vierstelligen D-Mark-Betrag eine Freisprechanlage hast installieren lassen. Wie Hirnforscher am Center for Cognitive Brain Imaging an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania, herausfanden, ist der Mensch viel weniger Multitasking-fähig, als wir bisher angenommen hatten. Demnach hat die Aufmerksamkeit, die das Hirn eines Homo sapiens produzieren kann, platt gesagt, ihre Grenzen. Soll das Zerebralsystem zwei kognitive Aufgaben gleichzeitig erfüllen, bekommt es beide nur halbwegs auf die Reihe. Die Aufmerksamkeit, die wir einer Sache widmen, fehlt uns für die andere. Schade um die Ananas-Pizza, das Violinkonzert und den Austausch zwischenmenschlicher Zärtlichkeiten! Für den Feierabendverkehr am Mittleren Ring schätzen wir das Risiko allerdings gering. Die Carnegie-Mellon-Studie bezieht sich ausdrücklich auf die "kognitive" Zerebraltätigkeit. Unserer langjährigen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Flughäfen und Restaurants vorgenommenen Feldforschung zufolge handelt es sich bei den meisten Handy-Gesprächen hingegen um hirnloses Geplapper.