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26.10.2001 - 

Satire

CW-Wert

Jetzt ist es endlich raus: Nicht schlechte Programme mit Sicherheitslücken sind schuld an den verheerenden Folgen der Hacker-Attacken, stellt Microsoft klar, sondern Sicherheitsexperten, die über die Schwachstellen reden.

Noch vor einer Woche waren Anwender die Deppen, weil sie nicht jede Woche Patches eingespielt haben.

Wir finden, Microsoft denkt zu kurz. Es gibt noch viele andere, die für Hacker-Angriffe verantwortlich sind. Zum Beispiel Forscher an den Unis. Viel zu viele Experten beschäftigen sich damit, über Computersicherheit zu forschen und dabei auch Sicherheitslücken zu entdecken. Wir empfehlen daher, Forschung und Lehre im Bereich IT komplett Microsoft zu überlassen. Da es dann keine universitären Neuentwicklungen wie Linux mehr gibt, brauchen sich Microsoft-Programme auch in puncto Sicherheit nicht mehr mit ihnen vergleichen zu lassen.

Ein großes Problem sind ferner die Netzbetreiber. Das Internet ermöglicht schließlich erst die Verbreitung von Würmern und Trojanern. Internet-Service-Provider sollten endlich mehr Leute einstellen und jede Internet-Verbindung von Hand überwachen lassen. Zeigt sich eine Hacker-Attacke oder die Ausbreitung eines Wurmes, wird sofort ein Alarmknopf gedrückt und das gesamte Internet lahm gelegt, bis der Hacker gefunden und verhaftet ist.

Außerdem sollte der Staat sich stärker für Computersicherheit engagieren. Neben jeden PC gehört ein Polizist, der aufpasst, was der Benutzer macht. Verdächtige Programmiertätigkeiten müssen sofort an Microsoft gemeldet werden, das den Übeltäter zur Weiterentwicklung von Windows verdonnert. Nebenbei könnten die Gesetzeshüter auch gleich die Lizenzen überwachen und so die Milliardenschäden vermeiden helfen, die verhindern, dass Microsoft 90 Prozent seines Umsatzes als Gewinn ausschüttet.

Am effizientesten wäre es aber, wenn man grundsätzlich verhindern würde, dass Schwachstellen in einem Programm entlarvt und ausgenutzt werden. Zu viel Kreativität ist schädlich. Das Denken muss endlich aufhören.