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23.11.2001 - 

Satire

CW-Wert

Informatiker können nicht reden, haben Pickel und tragen speckige T-Shirts. Deswegen verordnete die Technische Universität München ihnen ein Etikette-Seminar.

Ein gutes Dutzend Teilnehmer - erstaunlicherweise wohlriechend und schick gekleidet - war erschienen, um sich überfachliches Know-how anzueignen.

Dort erfuhren sie wichtige Dinge - ein Beispiel: Angenommen, Sie laden Geschäftsfreunde zum Abendessen ein. Betreten Sie das Lokal als Erster? Prinzipiell nicht falsch, aber wenn Damen dabei sind? Eigentlich müssten Sie immer noch als Erster hineingehen, weil Sie einladen. Gleichzeitig sollten Sie aber den Damen die Tür aufhalten. Bevor Sie sich auf der Schwelle verkühlen, hier ein kostenloser Tipp: Ein Fauxpas ist keiner, wenn man ihn vorher ankündigt. "Ich gehe am besten mal voraus" passt im gedachten Fall gut.

Und noch ein Rat: Bevor Sie sich blamieren, hungern Sie lieber. Man sollte in hochkarätiger Gesellschaft nichts essen, von dem man nicht weiß, wie es sachgerecht zerlegt wird. Lassen Sie zu große Canapés, die nicht auf einen Bissen zu verschlingen sind, links liegen. Besonders, wenn sie mit rohem Schinken belegt sind, der beim Abbeißen unappetitliche Fäden zieht. Bestellen Sie ein Filet, falls Sie unfähig sind, den Redsnapper stilvoll von Kopf und Gräten zu befreien.

Kein Zweifel, Individualität und Selbstverwirklichung sind out. Die Zukunft gehört den Knigge-Jüngern. Jedenfalls existiert seit dem Seminar irgendwo in Deutschland eine Handvoll angehender Informatiker, die ihren Kommilitoninnen den Mensastuhl zurechtrücken und später einmal dafür sorgen werden, dass die Programmiererin rechts von ihnen immer heißen Kaffee im Pappbecher vorfindet.