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21.01.2000 - 

Satire

CW-Wert

Die Initiative "Schulen ans Netz" ist ein Mysterium. Nicht, dass uns der Schlachtruf nicht gefiele. Aber wer bezweckt hier eigentlich was? Die Lehrer sind jeglichen Engagements unverdächtig. Bekanntlich wächst ihr Durchschnittsalter synchron zum Loch in den kommunalen Budgets. Wer unter 60 ist, darf sich zu den Küken rechnen.

Diese Kollegen geraten vielleicht noch in Ekstase, wenn sie aus dem "Bellum Gallicum" rezitieren oder trigonometrisches Basiswissen einfordern können. Sie zu Informatiktrainern umzufunktionieren hieße, sie der versammelten Schülerschaft zum Fraß vorzuwerfen.

Wenn der Lehrkörper nicht die treibende Kraft ist, wer dann? Die Schüler werden kaum interessiert sein, sich mit 32 anderen einen Pentium zu teilen und im Timesharing-Verfahren die Enter-Taste zu drücken. Auch der Unterhaltungswert scheint endlich. Am Anfang mag es noch lustig sein, zuzuschauen, wie der Lehrer verzweifelt versucht, irgendetwas Sinnvolles mit dem PC anzustellen, aber auf Dauer surft und chattet und quaked es sich doch besser ohne Aufsicht.

Wer also stört das idyllische Nebeneinander von Lehrern und Schülern an Deutschlands Schulen? Die Politiker? Verbände? IBM? Rudolph Moshammer? Wahrscheinlich jeder, der etwas auf sich hält. "Schulen ans Netz" zu fordern, ist schick - und etwa so aussichtsreich, wie öffentlich eine "saubere Politik" anzumahnen. Fern jeder Realität, aber gut fürs Image. Und man muss keine Konsequenzen fürchten...