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Satire

CW-Wert

03.03.2000

Neulich auf der CeBIT passierte während einer Pressekonferenz etwas Bemerkenswertes: Der Deutschland-Chef von Compaq, Peter-Mark Droste, hatte sich in die Brust geworfen, ein bestimmter Provider (dessen Namen wir hier bewusst nicht nennen), habe sich seine Server-Farm von Compaq ausstatten lassen. Diese Maschinen seien anerkanntermaßen so gut, dass der Provider von allen Hacker-Attacken verschont geblieben sei.

Der geneigte Leser schüttelt jetzt natürlich wegen der Logik dieser Aussage sofort bedenklich den Kopf. Aus dem Publikum kam zudem prompt eine Retourkutsche. Ob Droste damit etwa sagen wolle, die Site von Provider XYZ sei vor Hacker-Angriffen sicher, weil überragende Compaq-Technik alle Übelmeinenden locker abwehre. Droste roch den Braten des lauernd Fragenden sofort und gestand ein, dass etwa gegen Denial-of-Service-(DoS-) Angriffe natürlich keine auch noch so ausgeklügelte Technologie gefeit sei.

Droste tat gut an diesem Bekenntnis. Zu viel zur Schau gestelltes Selbstbewusstsein ist nämlich gerade erst dem FBI zum Verhängnis geworden. Die amerikanische Bundespolizei fungiert nicht nur als oberste staatliche Verfolgungsbehörde bei den eklatanten DoS-Vorfällen. Sie bot auch eine Software an, die diese abgefeimten Anschläge wirkungsvoll verhindern helfen sollte. Prompt haben Hacker die FBI-Website mit einem DoS-Überfall für über drei Stunden lahm gelegt. Zum Lachen ist das nicht. Naja, irgendwie schon.