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08.09.2000 - 

Satire

CW-Wert

Kern jeder Überlegung, was Kunst ausmacht, ist die Frage, welchen Wert ein Original hat, wenn dessen Besitzer ohnehin nicht zu unterscheiden vermag, ob ein Kunstwerk echt ist oder nicht. Ein aktuelles Thema, wie das Beispiel der Hongkonger Kulturszene zeigt. Dort spielten eine Woche lang die Moskauer Philharmoniker der dortigen Hautevolee auf, obwohl sie zur selben Zeit nachweislich in Frankreich, Portugal und Spanien Gastspiele absolvierten. Wer immer da in der ehemaligen britischen Kronkolonie Klassik exekutierte unter dem Label des moskowitischen Philharmonie-Orchesters, es waren andere. Gefallen hat es trotzdem.

Was uns zu dem gar nicht so neuen journalistischen Konzept des so genannten Borderline-Journalismus führt, das die COMPUTERWOCHE ab der nächsten Ausgabe realisieren wird. Dann werden Sie Interviews mit den wichtigsten Vertretern der IT-Branche lesen, die Sie so garantiert nirgendwo anders finden werden.

Erstmals werden Sie lesen, wie Bill Gates über die Institution Ehe in den Zeiten der New Economy denkt. Von IBM-Chef Lou Gerstner werden Sie erfahren, ob er Frauen mit großen oder eher mit kleinen Brüsten bevorzugt. Jeff Bezos werden wir entlocken, dass sich sein Lebensziel mitnichten in der aufregenden Chance erschöpfte, mit völlig neuen Geschäftsmethoden den Kapitalismus umkrempeln zu wollen. Nein, der Amazon-Gründer wollte immer nur dies: Ferraris, heiße Frauen und Sex. Das finanziert ihm jetzt sein digitaler Bücherladen.

Zugegeben, die Antworten laufen irgendwie immer auf eine horizontale Sichtweise hinaus - dafür sind sie aus dem Stoff, den jeder lesen will. Ob echt oder unecht, werden Sie ohnehin nicht unterscheiden können. Aber es wird Ihnen gefallen. Echt.