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Satire


16.07.1999 - 

CW-Wert

IT made in Germany - da fällt uns natürlich spontan Intershop ein. In den USA ist das anders. Den Einwohnern drüben kommen noch vor Intershop Firmen wie IBM oder Microsoft in den Sinn. Stephan Schambach, erfolgreicher Gründer (so heißt das heute) aus Jena, möchte das ändern. Und er geht über Leichen.

In diesem Fall ist die Leiche ein Schwergewicht - die IBM höchstselbst nämlich. Schätzungsweise zehn bis 15 Millionen Dollar läßt sich Intershop eine Anzeigenserie in amerikanischen Printmedien kosten, in der sich die Softwerker über IBMs "E-Business"-Kampagne lustig machen. Auf einer Anzeige wird beispielsweise ein Farmer zu sehen sein, der unter der vielsagenden Überschrift "e-b.s" mit Eifer Kuhmist schaufelt.

In einer anderen Annonce sind in Reminiszenz an den Film "Men in Black" fünf sonnenbebrillte Herren in schwarzen Anzügen zu sehen, die dem Betrachter aus der Tiefe des Raumes entgegenschreiten. "E-consultant hell", heißt die Bildunterschrift, die vermitteln soll, daß auf immer verloren ist, wer einmal einem (IBM-)Berater in die Hände fiel.

Ganz schön frech, Herr Schambach. Vielleicht sogar ein bißchen dumm - schließlich ist Big Blue kein unbedeutender Partner von Intershop. Viele Zeitungen sind schlauer. Das "Wall Street Journal" will die Anzeige nicht drucken, angeblich weil zu unseriös. Andere Blätter warten erstmal, was andere Blätter machen. Schließlich wurde noch kein Anzeigenleiter gefeuert, weil er sich für IBM entschieden hat.