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Satire


15.05.1998 - 

CW-Wert

Wenn es denn stimmt, daß im Internet die Wahrheit liegt, dann hat Siemens ein Problem. Wahr soll nämlich laut unserer Umfrage sein, daß von 20983 Surfern gerade mal gut 500 meinen, die Integration von Siemens-Nixdorf in die Konzernmutter sei eine prima Idee gewesen (siehe Seite 9). Stundenlang haben sich unsere Hobby-Analysten das Hirn zermartert, wie ein solches Votum zustande kommen konnte.

Haben alle SNI-Mitarbeiter für ihre Unabhängigkeit gestritten? Haben alle Siemens-Kumpels gegen die Integration der stets pünktlichen, aber meist wenig ergiebig arbeitenden SNIler gestimmt? Hat sich die Konkurrenz einen Spaß daraus gemacht, den Spaltpilz in die korrekte Behörde zu säen?

Wir haben eine ganz andere Vermutung. Die Anwender/Mitarbeiter/Manager wissen schlicht nicht, was das Wörtchen Konvergenz bedeutet. Darum geht es nämlich bei der Re-Integration von SNI in den Siemens-Konzern. Die Kassensysteme übrigens konvergieren nicht. Sie bleiben in Paderborn - wie alles, was nicht ordentlich konvergiert.

Es gibt jedoch noch eine Schattentheorie, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Siemens-Chef Heinrich von Pierer hat kurzfristig an den Shareholder-Value gedacht und im Vorfeld einer Analystenkonferenz sein Organigramm in die Hand genommen und kräftig geschüttelt. Vorstandsmitglied Volker Jung setzte das Puzzle anschließend zusammen und schrieb, als er nicht mehr weiter wußte, Konvergenz dran. Guter Trick, Herr Jung, mit Synergie hat das damals auch funktioniert.