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17.09.1999 - 

Satire

CW-Wert

Die Opposition im deutschen Bundestag hat derzeit leichtes Spiel. Sie kann Opposition sein, ohne Opposition sein zu müssen - die Bundesregierung hat ihr diesen Job einfach weggenommen. Herr Schäuble und Frau Merkel sagen zur Zeit wenig und erobern damit die Wählerherzen im Sturm. Ihre Devise heißt: Präsenz zeigen, Unterschriften sammeln und in der Partei all jene zum Schweigen bringen, die da murmeln, sie würden es nicht anders machen als Schröder und Eichel.

Die Partei "demonstriert Geschlossenheit". Dabei ist es wichtig, das Selbstentblödungsrisiko zu dämpfen. "Parteidisziplin" ist gefordert, Hinterbänkler haben den Mund zu halten. Nicht jedem gelingt das, ein Beispiel gibt der wirtschaftspolitische Sprecher der Union, Gunnar Uldall. Er forderte die Regierung am 9. September 1999 ganz energisch auf, das Jahr-2000-Problem ernsthafter anzupacken. Der Kanzler müsse das Thema "mit eigenen Auftritten persönlich pushen".

So wie seinerzeit Helmut Kohl, möchte man anmerken - doch lassen wir den Spott, Uldall wird ihn nicht verstehen. Sicher ist gleichwohl, daß der wirtschaftspolitische Sprecher mit seinem Vorstoß selbst beim sogenannten "einfachen Mann von der Straße" - die Union müßte ihn inzwischen namentlich kennen - für Verwirrung gesorgt hat: Beginnen deutsche Unternehmen erst jetzt mit den Vorkehrungen? Hoffen wir, daß der Kenntnisstand Uldalls lediglich den der deutschen Management-Etagen spiegelt. Bekanntlich wissen die nicht, was ihre IT-Manager so treiben.