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05.11.1999 - 

Satire

CW-Wert

Daß wir die nächsten Jahre geistig gesund überstehen, wird immer unwahrscheinlicher. Wie ein Immunsystem gegen Viren kämpft unser Hirn gegen die ständig zunehmende Reizvermüllung. Von allen Seiten hagelt es auf unseren Denkapparat ein: Fernsehen rund um die Uhr, wo die Glotze nicht läuft, plärrt das Radio.

Von ein paar Unvermeidlichkeiten abgesehen - Tube-TV (Zwangsfernsehen in der U-Bahn) oder Berieselungsmusik in Fahrstühlen und Kaufhäusern - konnte sich bis heute jeder dieser Überflutung mit Reizlosigkeiten entziehen. Doch das wird immer schwieriger. Die ersten "Spaßbäder" in den Niederlanden und dem bayerischen Voralpenland haben jetzt Unterwasser-TV angekündigt (Die Bilder werden über verwirbelte Luftblasen übertragen). Und die Münchner Verkehrsbetriebe lassen demnächst Busse durch die Bayernmetropole kreuzen, die in den Armlehnen der Sitze Handies und Kopfhörerbuchsen für Radioempfang aufweisen.

Aber angesichts der Radikalität, mit der die Amerikaner ihr Offline-Leben in Frage stellen, sind die genannten Beispiele kümmerlich: Inzwischen sind selbst die Hochburgen amerikanischen Kulturschaffens - längst in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen - Internet-verseucht. Bei Burger King in Manhattan und im Silicon Valley gibt''s den Whopper jetzt im Doppelpack mit kostenlosem Highspeed-Internet-Anschluß. Das läßt einem wirklich die Tränen in die Augen und das Hirn aus der Birne schießen.