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12.11.1999

CW-Wert

Was für eine Woche! Der "kleine" Distriktrichter Thomas Penfield Jackson hat dem "großen" William Gates III., dem reichsten und - Geld macht sexy - schönsten Mann der Welt, eins vor den Koffer gehauen. Aber so richtig. Wen stört es da, daß dieses Gericht in etwa soviel zu melden hat wie das Amtsgericht Idar-Oberstein?

Wen kümmert es, daß Gates nun durch alle Instanzen bis zum obersten Bundesgericht marschieren, dort in zirka sechs Jahren ankommen und den Prozeß ohne gravierende Folgen verlieren wird? Man wird ihn freundlich, aber bestimmt auffordern, sein Unternehmen zu zerschlagen. "In noch mehr Bestandteile?", wird Gates erstaunt fragen, denn Microsoft ist längst in viele kleine - natürlich börsennotierte und hochkapitalisierte - Häppchen zerlegt.

"Öffnen Sie alle Schnittstellen, ermöglichen Sie Entwicklern den Zugriff auf sämtlichen Code, entbündeln Sie alle Produkte - aber sofort!", wird nun der erboste Richter donnern. "Das haben wir schon vor vier Jahren gemacht", wird Gates entspannt antworten, "sonst hätten wir den Linux-Zug nie aufhalten können." "Tja dann", wird der Richter murmeln, "stellen wir das Verfahren wohl besser ein."

Gates wird freundlich nicken, sich in sein Eigenheim nach Seattle chauffieren lassen und sich in seine Sammlung vertiefen: Dienstleister, Softwarehäuser, TK-Carrier, Fernsehsender, Kunstwerke, Medienkonzerne etc. Melinda wird ihm ein Glas Sekt hinstellen, doch er wird nicht einmal daran nippen.