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09.01.1998 - 

Satire

CW-Wert

Können Sie sich vorstellen, daß Sie beim Wechsel zu einer neuen Applikation an Ihren alten Anbieter eine Untreueprämie zahlen müssen? Nein - dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Microsoft-Boß Bill Gates glaubte dies bislang auch nicht. Deshalb verweilt der Milliardär zur Zeit in Bonn zum Nachsitzen. Hier hat der ansonsten in Geldsachen so gewiefte Amerikaner nämlich in Telekom-Chef Ron Sommer seinen Meister gefunden. Der Herr über die Telefone unterrichtet den Gebieter des Desktops in den neuen Spielarten der freien Marktwirtschaft. Getreu dem Motto "Wer wählen will, muß zahlen" versucht Sommer, den alten Leitspruch "Konkurrenz belebt das Geschäft" zu seinen Gunsten umzumünzen. Doch nicht nur in Sachen neue Gebühren kann der Amerikaner von dem Deutschen lernen. Die zweite Stufe des Lehrplans sieht eine Lektion zum Thema "Maximierung des Profits trotz ineffizienter Organisation" vor. Ganz im Gegensatz zu gängigen Wirtschaftstheorien des Lean Management schafft es der Bonner nämlich, mit einem aufgeblähten Apparat seine Gewinne zu steigern: je langsamer die Mitarbeiter, desto höher die Gebühren für den Kunden. Gut unterrichtete Kreise wollen weiterhin erfahren haben, daß Gates nach dem Bonner Grundkurs im innovativen Abkassieren gemeinsam mit Ron Sommer noch bei Sun-Chef McNealy den Crash-Kurs "Geldmaschine Standardgremium ISO - Wie vermarkte ich den "offenen Java-Standard richtig" besucht.