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Satire

CW-Wert

14.08.1998

Denn alle Lust will Ewigkeit,/will tiefe, tiefe Ewigkeit", dichtete der bekannte Programmierer Friedrich Nietzsche. Wie aber, wenn dem Wollen kein Können und Dürfen korrespondiert? Führungskräfte im Berufsleben etwa werden nach allgemeinem Urteil durch die Lücke, die sie irgendwann hinterlassen, vollwertig ersetzt. Nur sie selbst sehen das anders, möchten sich ewig; hat man sie als Vice-President Marketing bei der Disaster Corp. hinausgeschmissen, setzen sie alles daran, möglichst schnell als Direktor Öffentlichkeitsarbeit bei Viag Niederkomm wieder aufzutauchen. Gelingt das, ist ihre, und, wie sie in der Regel daraus schließen, die Welt überhaupt in Ordnung; gelingt es nicht, brauchen sie Psychopharmaka: junge Autos, schnelle Frauen oder, auch ohne Rezept wesentlich preisgünstiger: Viagra. Noch billiger als das Original ist ein wirkstoffloses oder -armes Placebo gleichen Namens aus Indien und Thailand, das im Internet guten Absatz findet.

Wir alteuropäischen Schnarchzapfen meinen: Greifen Sie ruhig zu dieser Sparversion, denn das Zeug hilft sowieso nichts. Das Wichtige, fast grundsätzlich Marktunfähige, kann man nicht kaufen. Man hat es (sich erarbeitet), oder man hat es nicht. Wer als marktkonformer Langweiler in die Grube rauscht - Spitzen-Manager überleben ihren letzten Job durchschnittlich um elf Monate -, ist selbst schuld. "Man muß noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können", schrieb der eingangs erwähnte Programmierer.