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11.09.1998

CW-Wert

Dumm gelaufen. Da wollten sich Internet-Goldgräber wie Hewlett-Packard, Intel oder AT&T mit viel Geld von neutralen Gutachtern die Unbedenklichkeit bescheinigen lassen, und was kommt dabei heraus? Das Web macht depressiv! Sagt jedenfalls eine großangelegte Untersuchung der angesehenen Carnegie Mellon Universität, die im Auftrag oben genannter Sponsoren forschte. Studienleiter Robert Kraut ist geschockt von der Einsamkeit des Surfers, der alle (an-) faßbaren Kontakte flüchtigen E-Mail-Bindungen opfert und seine Freizeit in Chatrooms statt am Kneipentresen verbringt. Jede Online-Stunde kostet laut Kraut im Schnitt 2,7 Bekanntschaften im richtigen Leben. Das sind zwei Freunde samt Nachwuchs weniger, die an der Haustür klingeln könnten - oder in etwa eine Schwiegermutter. Wir wollen aber die Vorteile nicht unterschlagen. Dem Wohle des elektronischen Handels kann ein wenig Einsamkeit nur nützen. Frustrierte Menschen neigen bekanntlich dazu, die eigene Stimmung durch Ersatzbefriedigungen zu heben. Bei manchen helfen drei Tafeln Schokolade, andere lassen ihre miese Laune in den Umkleidekabinen von Edelboutiquen zurück. Warum also nicht schnell ein paar Bücher bei Amazon bestellen oder gleich den neuen Traumrechner bei Dell in Auftrag geben - wo man doch eh den ganzen Tag vor dem Monitor sitzt?