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17.01.1997 - 

Satire

CW-Wert

Beim Überfliegen der DV-Gazetten drängt sich der Eindruck auf, daß die Entwickler nur noch Kaffee kochen, anstatt zu arbeiten. Zugegeben, schon vor dem World Wide Wait (WWW) haben Informatiker nervös an der Tasse nippend auf die Ergebnisse ihrer Geistesblitze gewartet - weshalb die Mug, im Süddeutschen spricht man vom "Haferl", zu den ersten selbstkritischen Werbegeschenken der Branche gehörte. Nur schwieg man seinerzeit über die koffeinseligen Pausen. In WWW-Zeiten bekennt man sich dagegen schamlos zu dieser Form des Non Rapid Application Development (N-RAD). Dabei begnügen sich die Programmierer nicht etwa mit den hiesigen Hausmarken von Tchibo oder Dallmayr. Nein, es muß die Modemarke "Java" von Javasoft sein. Oft machen es sich die Entwickler in Symantecs "Café" bequem und verbrühen sich an "Hot Java" oder rühren im "Café noir" von Gemstone. Manche genießen den Sud aber auch mit "Latte" von Borland. Besonders exzentrische Connaisseure bestehen auf den nur schwer zu mahlenden "Jumping Beans" von Big Blue. Dem kaffeesatzlesenden Autoren fällt allerdings auf, daß bislang Zucker und Sahne (Java-Cream?) zur Verfeinerung fehlen. Alkoholische Varianten wie Pharisäer oder Irish Coffee werden ebenfalls schmerzlich vermißt. Sind die Programmierer etwa heutzutage alle Abstinenzler und achten auf ihre Figur, wie das zumindest von ihren Applets behauptet wird? Traurig wäre jedoch die Deutung, daß Java nüchtern und bitter genossen werden muß.