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07.03.1997 - 

Satire

CW-Wert

Nun ist es also soweit: Die kleinen schwarzen Siliziumbausteine, die uns im Flugzeug sicher durch den dicksten Nebel lotsen oder uns im Dickicht der Großstadt punktgenau ans Ziel dirigieren, schwingen sich zu den wahren Herrschern der Schöpfung auf. Sie berechnen künftig, ob sich lebenserhaltende Maßnahmen für einen Patienten aus medizinischer und finanzieller Sicht noch lohnen. Besonders schlechte Karten könnten unter Umständen Kassenpatienten haben, falls Krankenhäuser aus Kostengründen die falschrechnenden Pentium-Chips der ersten Generation verwenden. Ein Schelm, wer dahinter gar die Absicht vermutet, die Kliniken griffen bewußt auf diese Exemplare zurück, um so Minister Seehofer bei der Kostendämpfung im Gesundheitswesen aktiv zu unterstützen. Doch wir entdecken auf den zweiten Blick auch einen Vorteil: Direkt mit den Großrechnern der Rentenanstalten verbunden, bekommen die digitalen Kollegen im Krankenhaus endlich das Milliardenloch in den Griff. Bei Ebbe in der Kasse wird die Operation abgelehnt und so das Rentenloch elegant auf natürliche Weise geschlossen. Da bereits drei Kliniken die digitalen Scharfrichter testen, kann der Rat für die künftige Arztwahl wohl nur lauten: Diagnosediskette auspacken und prüfen, ob die Rechner die eigene Lebenswürdigkeit richtig kalkulieren, denn sonst entscheidet womöglich ein Fließkommafehler über Sein oder Nichtsein.