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09.05.1997 - 

Satire

CW-Wert

Derzeit ringt Garri Kasparow mit dem Maschinenmonster Deep Blue in einem titanischen Kräftemessen um nichts weniger als den Titel "Krönung der Schöpfung".

Und es sieht nicht gut aus für die Menschheit. Schon einmal resignierte der smarte Armenier nach einem Fünf-Steine-Endspiel ob der genialen Winkelzüge des Computers. Der Rechner, schrieb Kasparow im "Spiegel", habe Größe, Würde und Erhabenheit offenbart. Ja, im binären Schlagabtausch habe er auf der Gegenseite Gott erkennen können.

Das geht nun doch zu weit. Schon buddeln wir die Überreste von Emanuel Lasker, Alexander Aljechin und Michail Tal aus, nehmen noch ein Gewebepröbchen von Bobby Fischer - und ab geht's mit unseren Schätzen ins schottische Roslin zu Ian Wilmut. Der solls nun richten und endlich mal nicht nur blökende Schafe Gen-identisch duplizieren. Vielmehr könnte der Embryologe und Erzeuger von Schaf Dolly aus dem Urschlamm menschlicher Schachgenies einen Brettspiel-Homunkulus kreieren, der mit Fug und Recht als ultimative Antwort des Homo Sapiens auf die Hybris von Deep Blue und Konsorten gelten kann.

Wär' doch gelacht, wenn unser geclonter Schachgroßmeister einem zwar massiv parallel, aber auch massiv stupide vor sich hinwerkelnden Computer nicht zeigen könnte, wer hier Gott ist und wer bloß Maschine.