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30.05.1997

CW-Wert

Wir wissen, daß Glauben Berge versetzen kann, aber macht er auch Umsatz- und Gewinnwachstum möglich? Trotz der gesellschafts- und unternehmenspolitischen Brisanz dieser Frage wird sie weder im Katechismus, im Koran noch in buddhistischen Lehrbüchern erörtert - eine fast sündige Nachlässigkeit. Auch unter Marketinggesichtspunkten wäre eine eindeutige Antwort hilfreich. Da eigentlich nicht in Frage steht, daß Profite sich leichter realisieren als sich ganze Landschaften vom Ausmaß der Zugspitze bewegen lassen, würde die Aufnahme des Satzes "Glauben bringt Geld" die Anhängerschaft unter den Topmanagern deutlich erhöhen. Zwar bieten alle Weltreligionen geeignete Wege zur Profitmaximierung an - "sei ehrlich und ernähre dich redlich" -, aber das beste Mittel hält der buddhistische Glaube an die Wiedergeburt bereit. Wieviel gelassener beispielsweise wäre der neue Novell-Boss Eric Schmidt, wenn er wüßte, daß nicht nur er selbst wieder in den Kreis des Lebens eintritt, sondern auch seine Firma (es bedürfte nur einer kleinen Satzungsänderung, um auch Firmen den Weg des Heils zu öffnen)? Die quälenden Fragen, ob Intranetware gegen NT besteht, oder Groupwise eine Konkurrenz für Notes darstellt, verlören ihre Brisanz. Im nächsten Leben kann man es ja noch einmal versuchen. Schade nur, daß der Buddhismus weder garantiert, als gleiche Person noch überhaupt als Mensch reinkarniert zu werden.