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20.06.1997 - 

Satire

CW-Wert

Die Erkenntnis, daß im Dienstleistungssektor noch ein riesiges Rationalisierungspotential schlummert, stimmt uns froh. Nicht weniger als 6,7 Millionen Menschen werden in absehbarer Zeit von den Zumutungen des Arbeitslebens befreit sein, weil Maschinen ihre Jobs übernommen haben.

Paradiesische Zustände stehen uns bevor. Vorbei die Zeiten, als Marx und Engels von der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen sprechen mußten. Wenn alle Überweisungen elektronisch erfolgen, können zum Beispiel die meisten Bankfilialen schließen und für soziale Einrichtungen genutzt werden, wie es den Geldhäusern schon seit längerem ein echtes Bedürfnis ist.

Die Beamten, die sowieso im Verdacht stehen, sich kein Bein auszureißen, können mit gutem Gewissen zu Hause bleiben. An- und abgemeldet, geheiratet und die Steuer bezahlt wird online.

Ruhe und Frieden werden in den Warenhäusern einkehren. Ganze Fußgängerzonen lassen sich in - von unserem Kanzler schon vor Jahren prophezeite - kollektive Freizeitparks umwandeln. Jeder bestellt nämlich, was er braucht, vom PC aus.

Den beeindruckendsten Erfolg verspricht der technische Fortschritt indessen im Gesundheitswesen. Die Gehälter der Ärzte und der kraß überbezahlten Krankenschwestern können wir uns bald sparen; und für Patienten, die der Roboter untersucht und operiert hat, fallen wahrscheinlich nur noch marginale Kosten an.

Ungeklärt ist indes die Frage, ob und wie die Informationstechnik-Industrie das Paradies finanziert.