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22.08.1997 - 

Satire

CW-Wert

Man kann Apple eigentlich nur liebhaben. Abgesehen von den bekannten Sympathien, die man Außenseitern und vermeintlich Unterlegenen oft angedeihen läßt, gibt es auch sehr handfeste, weil skurrile Gründe, ein Faible für die Kalifornier zu entwickeln.

Welche andere Firma der Welt hält sich denn schon einen Berater, der offiziell keine andere Funktion besitzt, als gute Ratschläge zu erteilen. Der nicht mit Ämtern und Würden befrachtet wird - und der anscheinend trotzdem nach Belieben Manager feuern kann, wie es ihm gerade gefällt.

Welche Firma macht solch einen Vordenker dann auch noch zum Aufsichtsratsmitglied, obwohl schon lange Gerüchte kursierten, dieser Ratgeber habe alle seine Firmenaktien und damit den Glauben an das Unternehmen verhökert. Er hätte, heißt es nun offiziell, es nicht mehr für möglich gehalten, daß sich das Schicksal dieses Unternehmens noch zum Besseren werde wenden können. Und das, obwohl dieser geistige Schrittmacher die Firma schon monatelang intensiv mit Rat und Tat geschlagen hatte.

Und welche in höchster Not trudelnde Firma trägt sich schließlich mit dem Gedanken, einen nordischen Schöngeist auf den Chefsessel zu heben? Was die im harten Management-Gewerbe gestählten und mit einigen Meriten versehenen Sculley, Spindler und Amelio nicht schafften: ein jugendlicher Romanautor aus Island soll es nun richten und das Macintosh-Unternehmen wieder auf Kurs bringen. Trotz dessen Berater. Und für soviel Unkonventionalität haben wir Apple einfach lieb.